Werkstatt-Atelier der UWA feiert 5-jähriges Bestehen

Das Bild "Morgen" von Melanie Letz erzielte bei der Auktion anlässlich des 5-jährigen Bestehens des Ateliers der UWA den Höchstpreis von 75 Euro. Rebekka Jung präsentierte die einzelnen Kunstwerke.
 
Rebekka Jung, führte die Kunstwerke vor, die versteigert wurden, hier das Bild "Ton in Ton" von Miriam Köhn.

Schwabmünchen Mit ruhigen Gitarrenklängen begann die Vernissage, die zum 5-jährigen Bestehen des Werkstatt-Ateliers der Ulrichswerkstätten (UWA) der Caritas Augsburg (CAB) stattfand. Die achtzig bis neunzig Gäste konnten die Werke der Künstler betrachten, die in den Gängen und im Freigelände ausgestellt waren und sollten mit den Künstlern in s Gespräch kommen. Anschließend fand eine Auktion von vierzehn Bildern statt, die einen Erlös zwischen 20 und 75 Euro brachten. Mitarbeiter der Werkstätte, an ihrer rot-weißen Kleidung zu erkennen, boten Getränke und Herzhaftes und süße Leckereien in Miniaturausgabe an. Der Schwabmünchner Jazz-Gitarrist Karlheinz Hornung unterhielt die Besucher mit Stücken von Sting, Patmetheny und anderen sowie eigenen Kompositionen. Ein für die Vernissage herausgegebener Katalog zeigte die zehn Künstler und einen Teil ihrer Werke.

Herbert Kratzer, der Geschäftsführer der CAB, begrüßte die Gäste in der voll besetzten Mensa der UWA. Kunst schlage Brücken zwischen der Stadt Schwabmünchen und der Werkstätte, meinte er. Sie brächten Farbe in die Stadt, wie durch die umhüllten Bäume. „Der Künstler drückt die Welt aus, wie er sie sieht“. Er lobte die Arbeit der Leiterin des Ateliers, Alexandra Sauer, die bereits 2013 den Start gewagt habe, und der Auszubildenden Rebekka Jung.
Die Leiterin der UWA Schwabmünchen, Katja Weh-Gleich, erklärte: „Wir sind sehr stolz auf unser Atelier!“ Die Künstler hätten sich in den fünf Jahren weiterentwickelt. Kunst sei kommunikativ und rege zum Austausch an. Sie lud dazu ein, sich mit den Künstlern zu unterhalten. Sabine Grünwald, die in Vertretung des Landrats an der Veranstaltung teilnahm, führte aus, dass durch das Atelier ein Freiraum für Menschen mit Behinderung geschaffen worden sei. Als Geschenk des Landrats hatte sie eine Glasplatte mit Kreuz mitgebracht, die an die Feier erinnern solle.
Er wusste zunächst nicht, warum er zu der Veranstaltung eingeladen worden war: der Bürgermeister von Großaitingen; als Gönner und Förderer der Künstler sollte er ein Grußwort sprechen. 2015 hatte er die Einrichtung kennengelernt und einige Bilder für das Rathaus gekauft. Begeistert sei er damals gewesen und sei es heute noch. „Man merkt es den Bildern an: sie erreichen nicht nur den Kopf, sondern das Herz“.

Jeder Mensch besitzt eine ihm eigene Individualität

Vanessa Engelhardt stellte das Atelier vor: zehn Mitarbeiter würden in unterschiedlichen Abteilungen in Voll- oder Teilzeit arbeiten. Jeder Mensch besitze eine ihm eigene Individualität. Der Prozess des Entstehens des Kunstwerks sei wichtiger als das Ergebnis. Sie selbst arbeite drei Tage in Schwabmünchen und die restlichen zwei in Augsburg-Hochfeld. Nun konnten die Besucher die Werke betrachten, die auf dem Gang, im Garten und in der Mensa für ausgestellt waren. Sie konnten sich Getränke holen und am fantasievoll gestalteten Büffet bedienen.
Bei der mit Spannung erwarteten Auktion, geleitet von Andreas Miller, wurden vierzehn Bilder der anwesenden Künstler angeboten, präsentiert wurden sie von der Auszubildenden Rebekka Jung. Insgesamt wurde ein Erlös von 552 Euro erzielt. Der Künstler Hakan Sisman ist Spastiker und sitzt im Rollstuhl. Sein Bild, das zur Versteigerung ausgesucht wurde, entstand 2014, besteht aus den Farben gelb, orange und weiß und hat keinen Titel. Bei der Versteigerung erzielte es 25 Euro. Miriam Köhn zeigte begeistert eine Vielzahl eigener Werke, die im Freigelände aufgehängt waren. Auch von ihr wurde ein Bild versteigert: „Ton in Ton“. Es erhielt den Zuschlag bei 20 Euro. Den höchsten Preis (75 Euro) erzielte das Bild „Morgen“, gemalt von Melanie Letz.
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