Wir gehören jetzt zur Elite Deutschlands

Am Ende der Abiturfeier stellten sich alle zum "Wimmelbild" vom Abschluss-Jahrgang des LWG Schwabmünchen 2018 auf.
 
Sie sind die Schulbesten des Leonhard-Wagner-Gymnasiums Schwabmünchen 2018: Jonas Kell (1,0), Franziska Hornung und Jan Geiger (1,2) (von links).



Schwabmünchen

„Ich mag diesen Jahrgang – und ich bin da nicht alleine“, dieser Ausspruch von Oberstufenbetreuer Martin Langefeld bezeugte die Beliebtheit der Abschluss-Schüler 2018 am Leonhard-Wagner-Gymnasium. Von den einhundertzwanzig Abiturienten hatten nur drei die Prüfung nicht bestanden, von den vier Externen schaffte nur einer das Abitur. Der Notendurchschnitt der Schule in Höhe von 2,35 lag im bayerischen Durchschnitt. Für herausragende Leistungen wurden dreizehn Ehrenpreise überreicht. Zwei Schülerinnen und neun Schüler erhielten als beste Abiturienten (Noten von 1,0 bis 1,5) eigens für sie ausgesuchte Buchpreise der Schule.

Die Bläsergruppe der Leonhard-Wagner-Schulen unter Leitung von Werner Wacker eröffnete die Abiturfeier. Die weitere musikalische Gestaltung übernahm die Big Band des Gymnasiums unter Leitung von Swen Graba. Nach der Begrüßung durch stellvertretenden Schulleiter Gerhard Palme sprach Sabine Grünwald, Stellvertretende Landrätin, vom wichtigsten Tag im Leben eines Menschen, der mehr Freiheit aber auch mehr Verantwortung mit sich bringe. Lernen sei ein Leben lang gefragt. Sie meinte „Lassen Sie sich nicht entmutigen!“ Erster Bürgermeister Lorenz Müller bezeichnete die Abiturienten als Helden; sie hatten acht Jahre lang gearbeitet – nicht für einen Wanderpokal wie die Fußballer, sondern für ein Reifezeugnis. Sie hätten Durchhaltevermögen gezeigt, mit Unterstützung der Eltern. Und doch meinte er: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ Die Vertreterin des Elternbeirats, Iris Weiss, bat die Entlass Schüler, so aufrichtig und engagiert zu bleiben und zu versuchen, im Berufsleben charmant Dinge zu verändern statt festgefahrene Strukturen zu akzeptieren.

Ich bin stolz auf Sie

„Sie dürfen stolz sein, etwas Herausragendes geleistet zu haben“, so begann Schulleiter Alexander Pfaffendorf seine Worte an die Abiturienten. Er verglich die Durchfallquote an der Schule (2,5 Prozent) mit den Daten des Verkehrsbundesamts: in der theoretischen Prüfung würden 44, in der praktischen 39,9 Prozent durchfallen. Die Schülerinnen und Schüler hätten den höchsten Schulabschluss Deutschlands erworben. Er verglich den Wert des Abiturs in Nordrheinwestfalen und Berlin mit dem bayerischen Abitur und sprach von Noteninflation. Mit der bestandenen Prüfung in fünf Fächern seien sie gut gerüstet. „Qualität setzt sich letztlich durch. Ich bin sehr stolz auf Sie!“ betonte der Schulleiter. Er lobte die Arbeit der Lehrer und hob besonders die Bereitschaft von Oberstudienrat a. D. Heinz Reisser hervor, der nach seiner Pensionierung zum Halbjahr die Abiturienten in den Fächern Mathematik und Physik weiter betreute.
„Ich mag diesen Jahrgang“, erwähnte Oberstufenbetreuer Martin Langefeld. Und er sei in der Lehrerschaft mit seiner Meinung nicht alleine. Für zu deutliche Worte, die zu Unrecht ausgesprochen wurden, entschuldigte er sich öffentlich, ansonsten seien sie genau so gemeint gewesen. Die Reaktionen der Jugendlichen zeigten, dass er wohl einen guten Draht zu seinen Schülern hatte.

Verleihung zahlreicher Ehrenpreise

Nach der Überreichung der Abitur-Zeugnisse fanden die Ehrungen statt: Simon David Weihrather erhielt sowohl von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft als auch von der Vereinigung Deutscher Mathematiker eine Urkunde und den Abitur-Buchpreis 2018. Eine Urkunde in Physik erwarben sich außerdem Aaron Eisenburger und Pius Schedler. Mit dem Bio-Zukunftspreis der Stiftung Natur Mensch Kultur und einem Buchpreis ausgezeichnet wurden Alessa Speer Ocampo und Simon Fischer sowie als Jahrgangsbeste von der Gesellschaft Deutscher Chemiker Katja Starkmann, Jonas Kell und Felix Sellier mit einer Urkunde und einem Buchpreis. Vom Verlag „Spektrum der Wissenschaft“ erhielt Melina Ruf ein Jahresabonnement für herausragende Leistungen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Marc Keller, Majel Krulik und Louisa Schnetzer wurden für ihre Verdienste als Schulsprecher und Sarah Redemann für ihre Verdienste als Musikerin mit einem Buchpreis geehrt.
Ebenfalls einen Buchpreis der Schule erhielten die besten Abiturienten: Jonas Kell (1,0), Jan Geiger und Franziska Hornung (1,2), Maximilian Holzmüller, Melina Ruf und Simon Weihrather (1,3), Aaron Eisenburger und Pius Schedler (1,4) sowie Simon Hahn (1,5) aus Schwabmünchen und Michael Braunmiller (1,4) und Martin Bachmaier (1,5) aus Großaitingen.
Das letzte Wort hatten die Abiturienten selbst: Majel Krulik und Martin Springer bezweifelten, dass sie auf das wahre Leben so gut vorbereitet seien. Ein Thema ihrer Ansprache war der unterschiedliche Umgang der Lehrer mit „Wikipedia“. Sie hätten während der Schulzeit wertvolle Erfahrungen gesammelt und Freundschaften geschlossen, vorallem  bei ihren Ausflugsfahrten und beim Schüleraustausch. Ihr Dank galt Omas und Opas, die sie seit der 5. Klasse beschützt hätten, großen Geschwistern für ältere Klausuren, Angestellten und Lehrern der Schule und ganz besonders Schulleiter Pfaffendorf, der einen positiven Schulalltag garantiert habe. Mit dem bestandenen Abi fühlten sie sich als die Elite Deutschlands. Sie wollten ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen, Inspiration für andere werden und sich nicht aus den Augen verlieren. Ihre Ansprache schloss mit: „Die Markenware verlässt nun das Geschäft“.
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