Urlaub vor der Terrassentür – das Einmaleins der Terrassengestaltung

 

So groß sollte die Terrasse sein

Wie viele Personen sollen auf der Terrasse Platz finden? Wird sie auch als Essplatz genutzt? Diese Faktoren bestimmen die Mindestgröße der Terrasse. Ein Esszimmer im Freien für sechs bis acht Personen sollte mindestens 12 Quadratmeter groß sein. Das entspricht einer Fläche von drei mal vier Metern. Dabei ist nur der reine Sitzbereich berücksichtigt. Planen Sie außerdem Kübeldekorationen oder einen Grill, müssen diese Flächen ergänzt werden.

Natürlich bedeutet mehr Platz auch mehr Komfort und Flexibilität – eine Tiefe von vier Metern ist hier empfehlenswert und bei einer Nutzung mit Couch-Möbeln die Mindesttiefe.

Mut zur Geradlinigkeit

Bei der hausnahen Terrassengestaltung ist die Architektur des Hauses das ausschlaggebende Kriterium. Bepflanzte Hochbeete am Ende der Fensterachse, sinnvolle Vorsprünge der Terrassenkanten oder ein Wasserspiel in einer Terrassenecke machen scheinbar gleichförmige Parallelen und rechte Winkel zu individuellen Terrassenerlebnissen.

Holz oder Stein?

Neben der Größe, Form und Linienführung beeinflusst die Wahl des Materials ganz entscheidend die Atmosphäre der Terrasse. Eine mediterrane Sonnenterrasse besteht aus anderen Materialien als ein puristisches Wohnzimmer im Freien. Während großformatige, graue Steinplatten eher für schlichte Architektur stehen, strahlen Holzdecks Wärme aus, hierzu eignen sich am besten WPC Dielen.

Die alles entscheidende Farbe

Der ausgewählte Bodenbelag sollte in Farbe und Form unbedingt auf das unmittelbare Umfeld abgestimmt sein. Die Gestaltung der Hausfassade, ihre Farbe und die der Türrahmen und Fensterbänke sind ausschlaggebend für die richtige Farbwahl.

Grundsätzlich ist das Fortführen der Fassade durch eine ähnliche Farbe – wie beispielsweise roter Plattenbelag zu rötlichem Fassadenklinker – sehr schwierig, da Sie nur selten eine hundertprozentige Farbdeckung erzielen.

Farbdetails aufnehmen

Schwarze Dachflächen, dunkle Türrahmen oder Fensterbänke lassen sich durch eine anthrazitfarbene Terrassenfläche fortführen. Bei rötlichen Klinkerfassaden lässt sich auch die Fugenfarbe für die Terrassenfarbe wieder aufnehmen. In der Regel passen graue oder sandfarbene Plattenbeläge ausgezeichnet zu diesem Fassadentyp.

Pflastersteine für kleinere Flächen

Für kleine Flächen, wie zum Beispiel kuschelige Sitzecken oder Gartenwege, ist ein kleinformatiger Pflasterbelag am schönsten. Natursteinpflaster aus Basalt, Grauwacke, Granit oder Porphyr sind hierfür geeignete Materialien. Sollten Sie selbst den Boden verlegen wollen, ist ein Betonsteinpflaster zu empfehlen, da dessen Verarbeitung handwerklich einfacher ist.



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Plattenbeläge für die Hauptterrasse

Für größere Terrassen eignen sich elegant wirkende Plattenbeläge mit geringerem Fugenanteil. Plattenformate, Kantenausbildung sowie Verlegmuster sind Details, die zum Gesamtkonzept passen sollten. Standard-Formate wie 60 mal 40 oder 60 mal 30 Zentimeter können Sie gut im Reihenverband ohne Kreuzfuge verlegen. Quadratische Beläge wirken mit Kreuzfuge verlegt sehr edel. Diese Verlegeart erfordert allerdings eine hohe Sorgfalt und handwerkliche Präzision. Großformatige Platten (100 mal 100 Zentimeter) verleihen der Terrasse auch auf einem kleinen Grundstück eine angenehme Großzügigkeit.

Holzterrassen als Wohlfühlfaktor

Eine Holzterrasse, ob als Hauptterrasse in Hausnähe oder als Sitzplatz am Wasser, ist ein wunderschönes Gestaltungselement im Garten. Befindet sie sich jedoch in einer dunklen Ecke können durch Feuchtigkeit und mangelnde Sonneneinstrahlung Moos und Algen entstehen. Grundsätzlich zu beachten: Holz als Bodenbelag an der dunklen Nordseite des Hauses kann zu Problemen führen.

Hartholz aus nachhaltigem Anbau – FSC

Für Terrassenböden eignen sich am besten Hartholzarten. Sie sind deutlich haltbarer. Gepflegt und geschützt werden die Oberflächen mit Holzölen. Achten Sie beim Kauf auf das FSC–Siegel - dieses zertifiziert Holzsorten, die im nachhaltigen Anbau kontrolliert abgebaut wurden.

Bitte kein Präsentierteller-Gefühl

Vertikale Ansichten und damit das nötige Raumgefühl schaffen Sie durch Sitzmauern, bepflanzte Hochbeete, Kübelpflanzen oder eine Blockstufe als Übergang zu der höherliegenden Rasenfläche. Heckenblöcke, Sichtschutzelemente oder Mauerabschnitte sorgen für die nötige Privatsphäre. Auch Pergolen oder Ausstattungselemente wie Sonnenschirme können als Sichtschutz ein wichtiger Wohlfühlfaktor sein.
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