Besuch beim Kloster Eberbach

Mit seinen romanischen und frühgotischen Bauten zählt Kloster Eberbach zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern Europas. Zum Begriff geworden ist das einstige Zisterzienserkloster jedoch mit seinen Weinen, die, bereits von den Mönchen kultiviert, das Kloster über die Jahrhunderte zum größten deutschen Weingut machten.

Keine Frage, im Kloster, im 12. Jahrhundert gegründet, galt von Anfang an „ora et labora“ (bete und arbeite) als Leitspruch. Schließlich, so die Vorgabe des Ordens, sollte man „von der Arbeit eigenen Hand leben“. Das machte Eberbach für Adelige unattraktiv, deshalb war es ein Kloster für nichtadelige Schichten und solche, die schon in früher Zeit wirtschaftlich zu denken verstanden. Es entstanden in Eigenregie geführte Wirtschaftshöfe, durch Schenkungen kamen Weinberge und landwirtschaftliche Güter dazu. Das Kloster erbrachte Finanzdienstleitungen, betrieb Gasthäuser, war im Laufe der Jahrhunderte Frauengefängnis, Irrenanstalt, Viehstall, nach dem Zweiten Weltkrieg auch Auffanglager für Flüchtlinge. Und bereits im 19. Jahrhundert Ausflugsziel.
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