"Elisabeth von Thüringen" - Eine außergewöhnliche Heilige

Stadtbergen: Exerzitienhaus | mit diesem Thema beschäftigte sich der Bezirk des Frauenbundes im westlichen Landkreis Augsburg und Zusamtal an seinem Einkehrtag in Leitershofen.
Annemarie Grätsch, geistliche Begleiterin und Gestaltpädagogin aus Gundelfingen begeisterte die zahlreich gekommenen Zuhörerinnen mit ihrem Vortrag.
Unterlegt wurde der fundierte Vortrag u. a. mit der Chronik der Hl. Elisabeth und Stücken aus dem Musical "Elisabeth – Die Legende einer Heiligen".
Elisabeth wurde 1207 als Tochter des ungarischen Königs Andreas II. und seiner Gemahlin, einer Gräfin aus dem Geschlecht der Grafen von Andechs-Meranien, auf Burg Saros-Patak (Ungarn) geboren. Im Alter von 4 Jahren wurde sie mit dem elfjährigen Sohn des Landgrafen von Thüringen verlobt und zur gemeinsamen Erziehung auf die thüringische Wartburg gebracht. Als Elisabeth 15 Jahre alt war, fand die Hochzeit mit Ludwig IV. statt. Es wurde eine überaus glückliche Ehe, aus der 4 Kinder hervorgingen.
Bereits während ihrer Ehe war Elisabeth für ihre Mildtätigkeit weithin bekannt. Sie pflegte die Kranken und Aussätzigen und nahm sich der Armen und Waisen an. Während der großen Hungersnot von 1225/26 öffnete sie die eigenen Kornkammern und verteilte die Vorräte an die Ärmsten der Armen.
1227 nahm Elisabeth's Gemahl Ludwig an einem Kreuzzug teil, wenige Monate danach traf die Nachricht von seinem Tod ein.
Elisabeth's Mildtätigkeit war vielen anderen Adligen ein Dorn im Auge. Nach Ludwigs Tod brach offener Hass und Feindschaft gegen die nun Wehrlose hervor. Elisabeth starb im Alter von 24 Jahren am 17. November 1231 in Marburg.
Annemarie Grätsch erklärte was der Name Elisabeth bedeutet. Der Name Elisabeth kommt aus dem Hebräischen und hat einen biblischen Ursprung. Elisabeth geht auf das hebräische Wort „elischeba“, was „Gott ist Fülle“ bedeutet, zurück. Sie forderte auf, sich Gedanken über den eigenen Vornamen zu machen bzw. zu erforschen, was er bedeutet.
Ein Name kann ein Lebensprogramm sein. Bei der Hl. Elisabeth (Gedenktag 17.11.) war es so.
Was können wir heute von der Hl. Elisabeth lernen?
"So wie ich bin, so bin ich gut." - "Ich habe Verantwortung für dieses Leben und dass ich dieses Leben erhalten muss." - "Ich darf mich von Gott getragen fühlen." - "Menschen mit den Augen Gottes sehen. Unser Handeln wird dadurch anders." - "Wir müssen die Menschen froh machen." - "Elisabeth hat sich dem Zwang der Perfektion entzogen". - "Elisabeth hat immer nachgefragt, woher die Lebensmittel kommen, das sollten wir auch tun" - "Wir sind Königskinder."
Von einem „sehr wertvollen und wohltuenden Tag“ sprachen die Teilnehmerinnen. Eine Dame meinte: "Es war für mich ein Geschenk diese Frau so geistreich und sympathisch hautnah zu erleben."
Mit viel Applaus und einer "Königskrone" als Dankeschön bedankten sich die Teilnehmerinnen bei Annemarie Grätsch.
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