Feste feiern und Kameradschaft pflegen

Für langjährige Treue zur Veteranen- und Soldatenkameradschaft ehrten Vorstand Jochen Seebacher und Kreisvorsitzender des BKV Kreisverband Augsburg-Land Otmar Krumpholz (von links im Bild) Hans Joachim Krätzig (40 Jahre), Alfred Schnell (30 Jahre), Lothar Scherbl und Reinhard Pohl (beide 40 Jahre), Werner Schlosser (30 Jahre) mit 2. Bürgermeister Michael Smischek. Foto: Ingrid Strohmayr


Jahreshauptversammlung/ Im Mittelpunkt des abgelaufenen Vereinsjahres der Veteranen- und Soldatenkameradschaft Stadtbergen 1878 e.V. stand das 140jährige Jubiläum, getreu dem Motto „In Treue fest für Gott, Heimat und Vaterland“.

Auf ein ereignisreiches Jahr blickte Jochen Seebacher, 1. Vorsitzender der Veteranen und Soldatenkameradschaft 1878 Stadtbergen e.V., bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus Stadtbergen zurück. Neben den sechs Festausschusssitzungen nahmen die Kameraden des Traditionsvereins an 23 Veranstaltungen in und außerhalb Stadtbergens teil.
Fest im Jahreskalender der Veteranen stehen der traditionelle Neujahrsempfang, der Auftakt des Stadtfestes, mehrere Wallfahrten, die Fronleichnamsprozession und die Teilnahme am Volkstrauertag mit Fahnenabordnung. Der Veteranenstand auf dem Stadtberger Adventszauber mit dem beliebten „Loibleverkauf“ war gut besucht, wie auch die Weihnachtsfeier im Bürgersaal mit der großen Tombola. „Der Vereinsausflug in die Oberpfalz organisiert von Franz Trinkner und Toni Mahler war gut geplant, dafür herzlichen Dank“, sagt Jochen Seebacher. In diesem Jahr führt das Duo die Teilnehmer in den Hochschwarzwald und ins Elsass. Besonders freut es den Vorstand, dass die Kriegsgräbersammlung auf dem Friedhof am 1. November mit 730 Euro Einnahmen war ein voller Erfolg war. „Vielleicht kann sich der Eine oder Andere dazu durchringen, uns beim diesjährigen Sammeln zu unterstützen“, hofft Seebacher. Das absolute „Highlight“ im vergangenen Jahr war das 140jährige Jubiläum des Traditionsvereins. „Es war in der Durchführung ein voller Erfolg, unser Festausschuss hat ganze Arbeit geleistet“; betonte Jochen Seebacher. Er bedauert es allerdings, dass das Fest aus finanzieller Sicht mit einem Minus abgeschlossen wurde. Sein Dank galt den 97 Mitgliedern zur Treue zum Verein und den Vorstandsmitgliedern für die geleistete Arbeit, sowie der Freiwilligen Feuerwehr Stadtbergen für die Überlassung des Schulungsraums.
Anschließend berichtete der Bezirksgeschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Sebastian Weilbach über die Arbeit des Volksbundes, der 1919 als Bürgerinitiative gegründet wurde. Im Auftrag der Bundesregierung, Schirmherr ist Bundespräsident Walter Steinmeier, pflegt der Volksbund deutsche Kriegsgräber in 46 Ländern. In diesen 832 Kriegsgräberstätten sind 2,7 Millionen deutsche Kriegstote bestattet. Der Volksbund ist auch anerkannter Träger der politischen Bildung, veranstaltet Bildungsreisen in Länder, wo Kriegsgräber sind. Eine der zentralen Aufgaben des Volksbundes leistet der Umbettungsdienst. So bettete der Volksbund im Jahr 2017 mehr als 27000 Kriegstote um und gab ihnen so ihre Namen und ihre Würde zurück. Der Volksbund wird durch 65 Prozent durch den Bürger (Sammlungen und Verkauf der Gedenkkerzen) und 35 Prozent durch die öffentliche Hand getragen. Weiter werden Fachvorträge, insbesondere für die jüngere Generation, zu den Themen „Gefahren für den Frieden“ und „Der 1. Weltkrieg und die Kriegsschuldfrage“ angeboten. (si)
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