„Flexirente“: Hände weg von den Rentenbeiträgen für pflegende Rentner

Die häusliche Pflege durch Angehörige stand im Mittelpunkt der in Neuburg/Donau am Wochenende stattgefundenen Herbst-Präsidiumssitzung der schwäbischen Arbeiterwohlfahrt (AWO Schwaben).

Hierbei wurde folgende Resolution verabschiedet:Die häusliche Unterstützung durch Angehörige ist eine nicht wegzudenkende Säule im System der Pflegeversicherung und sollte daher nach Maßgabe des Koalitionsvertrages ausgebaut werden. So weit so gut. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant aber nun wider Erwarten eine Verschlechterung der Situation pflegender Angehöriger: Bislang bezahlt die Pflegeversicherung anteilige Rentenbeiträge für pflegende Altersrentner. So können diese ihre Rente mithilfe dieser Beiträge etwas aufbessern. Eine auch volkswirtschaftlich vernünftige Regelung. Oft kann so ein teurer Heimaufenthalt verhindert oder verzögert werden. Aus völlig unverständlichen Haushaltsüberlegungen soll dies nun seitens des Bundesgesundheitsministeriums aufgehoben werden. Die Arbeiterwohlfahrt und viele andere Sozialverbände lehnen dies als pflegepolitisch völlig verfehlten Weg kategorisch ab. AWO-Schwaben-Vorsitzender Heinz Münzenrieder hält es dabei „für unverzichtbar wichtig, dass gerade Bezieher kleiner Renten so bislang die Möglichkeit haben, durch die häusliche Pflege naher Angehöriger ein paar Euros zur Aufbesserung der eigenen Rente hinzu zu verdienen.“
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