Geschichtet und verdichtet

Die Kunstwerke "geschichtet und verdichtet" von Gernot Kragl (links im BIld) sind derzeit im Stadtberger Rathaus-Foyer zu sehen, die 2. Bürgermeister Michael Smischek eröffnete. Foto: Ingrid Strohmayr

Ausstellungseröffnung/ Die von Gernot Kragl geschaffenen Kunstwerke sind Wohlfühlorte oder Kraftorte und sollen auch Wohlfühlorte oder Kraftorte für den Betrachter sein. Die Ausstellung ist bis zum 6. April im Stadtberger Rathaus-Foyer während der Öffnungszeiten zu sehen.

Zur Eröffnung der Ausstellung „Geschichtet und verdichtet" von Gernot Kragl begrüßte 2. Bürgermeister Michael Smischek im Namen des Hausherrn Ersten Bürgermeister Paul Metz die vielen Kunstinteressierten willkommen. Sein erster und ganz besonderer Gruß galt dem Künstler Gernot Kragl, der mit seinen farbenfrohen Kunstwerken die bunte Jahreszeit einläuten wird. Stadtbergen ist für Gernot Kragl, kein unbekanntes Blatt, da er vor einigen Jahren zusammen mit der Künstlergruppe Lechkiesel, deren Vorsitzender er ist, im Rathaus-Foyer ausgestellt hat. Ein besonderes „Grüß Gott“ galt der Laudatorin des Abends Margot Marquadt und dem Gitarristen Hisal Sanli, der bereits vor der Vernissage die Gäste mit klassischen Gitarrenklängen einstimmte.
Gernot Kragl wurde in Augsburg geboren und arbeitete bis zu seinem Ruhestand als Realschullehrer. 1984 machte er erste Versuche der Malerei als Autodidakt im „naiven Realismus” mit Motiven aus dem südlichen Altlandkreis Friedberg. Durch Kurse bei Emil Waldmann aus Aindling, bei Christa Mayr aus Mering und in der Kunstschule Friedberg bei Rose Maier-Haid entwickelte Gernot Kragl seinen Stil. Es folgte eine Weiterentwicklung zum “freien Malen” und schließlich eine Weiterbildung und Weiterentwicklung durch ein intensives Studium von Künstlern des 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössischer Künstler und dem Besuch von nationalen und internationalen Ausstellungen. Seinen Malstil bezeichnet er selbst als "freie Malerei".

Gernot Kragl war in vielen regionalen Ausstellungen vertreten, so ist er regelmäßig in der Ausstellung zum Kunstförderpreis vertreten, den die Gemeinde Kissing regelmäßig alle zwei Jahre vergibt. Kragl erhielt den Preis im Jahr 2011.

Unter anderem war er bei der Ausstellung Kunst im Schloss in Wertingen vertreten sowie bei der Ostallgäuer Kunstausstellung in Marktoberdorf, der Kunstausstellung Friedberg, beim Skulpturenpfad Friedberg, der Nordschwäbischen Kunstausstellung Donauwörth und vielen mehr.
Bei Gernot Kragl steht vor allem die Farbe als Ausdrucksmittel im Zentrum seiner Malerei. Die Farbflächen werden aneinandergesetzt, übereinander geschichtet, verwischt und teilweise wieder entfernt. Diese Schichtungen bringen eine Spannung in die teilweise reliefartige Oberfläche. Mit der Spachtel werden aber auch wieder Farbkonturen abgeschabt und geben dem Bild dadurch eine Tiefe und eine Leichtigkeit mit Impressionen voller Zartheit. Bei jedem Arbeitsgang entsteht ein neues Bild; das Bild wächst und wächst und es wird runder, vollkommener bis es fertig ist.

Gernot Kragls Bilder entstehen aus den Farben der Natur, den Impressionen und der mitgebrachten Energie von seinen Reisen. Als Malvorlage dienen Fotos, über die er sich wieder in „abgespeicherte“ Landschaften begibt. Bei den ausgestellten Bildern überwiegen Landschaften aus Schottland, Irland, Kreta, aber auch freie Farbkombinationen sind zu sehen.(si)
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