Paroli gegen Stammtischparolen

Welttag gegen Rassismus: AWO Schwaben wappnet sich durch Training.  

Es ging durch fast alle Medien: Eine bekannte Modekette musste sich heftigsten Rassismusvorwürfen stellen wegen eines Werbefotos. Darauf zu sehen: Ein farbiger Junge mit einem Pulli, der die Aufschrift „coolest monkey in the jungle“ trug.

Mit einem Training gegen Stammtischparolen hat nun die Arbeiterwohlfahrt Schwaben solchen Äußerungen, die bis zu rechtsextremer Hetze reichen können, Paroli geboten. Am Welttag gegen Rassismus (21. März) ließen in der Stadtberger Geschäftsstelle und im angrenzenden Haus der Familie große Teile der Belegschaft ihre Arbeit vorübergehend ruhen, um den Erläuterungen des Referenten Stefan Siegel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung an der Universität Augsburg, zu folgen. Mit dabei waren auch ehrenamtliche Vertreter der AWO Stadtbergen und des AWO-Kreisverbands Augsburg-Land.

Engstirnigkeit überwinden

Siegel sprach bei seinen Erläuterungen drei Empfehlungen aus, nämlich sich in öffentlichen Situationen ganz klar von einer Stammtischparole zu distanzieren, d.h. dagegen etwas zu sagen, in ruhiger Gesprächsatmosphäre zum gemeinsamen Denken einzuladen sowie den Ursachen und Wechselwirkungen auf den Grund zu gehen, um so auch den anderen besser zu verstehen. „Streiten Sie sich mit Andersdenkenden, um deren Engstirnigkeit zu überwinden – aber auch die eigene“, lautete sein Fazit.

Rassismus hat hier nichts zu suchen

Der AWO ging es bei dieser Veranstaltung zudem darum, ein Zeichen zu setzen. „Bei der AWO Schwaben sind Kolleginnen und Kollegen aus vielen Ländern Europas engagiert tätig. Ohne diese könnten wir unser Netz mit sozialen Diensten und Einrichtungen kaum aufrechterhalten. Auch deshalb hat der Rassismus bei uns und auch anderswo in der Gesellschaft nichts zu suchen“, betont AWO-Schwaben-Chef Dr. Heinz Münzenrieder
Das Training wurde gefördert durch das Bundesministerium des Inneren im Rahmen des Modellprojekts „Zusammenhalt durch Teilhabe - Integration auf Augenhöhe“. Das Bundesprogramm ist eine Kooperation der Georg-von-Vollmar-Akademie, einer gemeinnützigen Institution der politischen Bildung, und dem AWO-Landesverband Bayern.
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