MDK-Note 1,1 tolle Ausgangssituation für neuen Schlößle-Leiter

Der neue Einrichtungsleiter Anton Kreuzer (3.v.l.) wurde an seinem ersten Arbeitstag von der MDK-Prüfung überrascht und freut sich umso mehr über die sehr gute Note, die die überdurchschnittliche Leistung seines Teams um Pflegedienstleiterin Melanie Alt (l.) bestätigt.
Stadtbergen: Pflegeheim Schlößle |

Das Schlößle in Stadtbergen ist ein palliativkompetentes Pflegeheim unter der Trägerschaft des Diakonischen Werkes Augsburg. Mit Beginn des Monats Mai 2018 vermeldete es zwei erfreuliche Ereignisse: Seit dem 1. Mai 2018 ist Anton Kreuzer neuer Einrichtungsleiter des Schlößle und die MDK-Prüfung am 2. Mai 2018 ergab ein Gesamturteil von 1,1.

Die Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung, die sog. MDK-Prüfungen, untersuchen die Leistungen sowie die Qualität der Pflege, um Transparenz zu schaffen und einen Qualitätswettbewerb der Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen. Die Gesamtnote 1,1 für das Schlößle in Stadtbergen ist das Ergebnis der überdurchschnittlichen Leistungen der Pflegedienstleiterin Melanie Alt und ihrem Team.

Einrichtungsleiter Anton Kreuzer gibt im Interview mit dem Diakonischen Werk Augsburg (DWA) Einblick in seine neue Arbeitsstelle, ordnet das Prüfungsergebnis ein und verrät unter anderem auch, was Bergsteigen mit der Arbeit im Pflegeheim zu tun hat.

DWA: Was reizt Sie an der Arbeit im Schlößle?
Anton Kreuzer: Für mich ist es reizvoll in einem Pflegeheim mit sehr vielen überdurchschnittlichen Strukturen zu arbeiten. Der sehr gut organsierte und bewohnerorientierte, menschlich agierende Pflegedienst, eine gut entwickelte Organisation mit flachen Hierarchien und die starke Einbindung in die Kommune und Pfarrgemeinden von Stadtbergen mit viel ehrenamtlichen Engagement gefallen mir.

DWA: Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit wichtig?

Anton Kreuzer: Mir sind die Bewohnerzufriedenheit verbunden mit der Mitarbeiterzufriedenheit wichtige Anliegen. Ich erlebe, dass sich dadurch auch die Wirtschaftlichkeit verbessert. Achtsamer Umgang mit sich selbst und den anderen schafft eine gute Atmosphäre, die die Arbeit erleichtert.

DWA: Welchen ersten Eindruck machte das Schlößle auf Sie?
Anton Kreuzer: Die Atmosphäre, die Abläufe aber vor allem die gute Zusammenarbeit im Team haben auf mich einen sehr guten ersten Eindruck gemacht. Die MDK-Prüfung an meinen ersten beiden Arbeitstagen hat dies von unabhängiger und fachkompetenter Seite aus bestätigt.

DWA:
Ist die Palliativkompetenz im Altersheim etwas Neues für Sie?
Anton Kreuzer: Ich habe in meiner Zeit als Pflegedirektor bereits 1998 die 6. Palliativstation in Bayern insgesamt mit eröffnet. In meiner Zeit als Einrichtungsleiter im Pflegeheim habe ich die Palliativpflege aus organisatorischer, fachlicher und sozialer Sicht unterstützt, weil ich sie als sehr wertvoll erachte.

DWA: Wie war der Empfang der Mitarbeiter und wie erleben Sie die Bewohner?
Anton Kreuzer: Die Mitarbeiter haben mich offen und herzlich empfangen. Die Bewohner im Schlößle sind liebenswerte und positiv eingestellte Menschen, die sich mit dem Schlößle und Stadtbergen sehr identifizieren. Ich erlebe einen guten Umgang untereinander, was die Arbeit sehr erleichtert.

DWA: Warum haben Sie sich für ein Pflegeheim unter Trägerschaft des Diakonischen Werkes Augsburg entschieden?
Anton Kreuzer: Mich persönlich hat die fachlich und menschlich sehr kompetente Vorstandschaft beim Vorstellungsgespräch sehr angesprochen. Von der Diakonie weiß ich aufgrund mehrerer Erfahrungen, dass Werte echt gelebt werden, und nicht nur zu Marketingzwecken verwendet werden. Werte sind eine ideale Voraussetzung für die situative Führung mit Zielen.

DWA: Wie beurteilen Sie das Ergebnis der MDK-Prüfung?
Anton Kreuzer: Die fachkompetente MDK-Prüfung am 2. und 3. Mai 2018 hat die Qualität der Versorgung unserer Bewohner bestätigt. Da erfahrene Prüfer viele Kriterien zu ihrer Beurteilung heranziehen, ist die Einschätzung sehr realistisch. Die gute Atmosphäre sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Mitarbeitern, die Qualität der Pflege und das erlebbare Qualitätsmanagement trugen zu der sehr guten Benotung bei. Interessenten, die sich für einen Heimplatz entscheiden wollen, haben mit der MDK-Note eines von mehreren Kriterien für den Vergleich der verschiedenen Anbieter zu Hand. Auch für Bewerber um eine Arbeitsstelle ist eine sehr gute MDK-Note ein Hinweis auf die Qualität der Arbeitsstelle.

DWA: Verraten Sie uns ein bisschen etwas zu Ihrer Person?
Anton Kreuzer: Ich bin 59 Jahre alt, Vater von fünf erwachsenen Kindern und lebe bei Kaufbeuren. Ich habe die Pflege und die Leitung eines Pflegedienstes oder Pflegeheims von der Pieke auf gelernt und finde gerade die Arbeit im Pflegeheim sehr interessant, weil der Kontakt mit den Bewohnern über einen längeren Zeitraum viele Chancen bietet. Seit fast sechs Jahren bin ich Heimleiter im Seniorenheim; mit vielen erfolgreich bestandenen Herausforderungen. Das Team ist mir dabei sehr wichtig. Als Allgäuer liebe ich die Natur und die Berge und mache derzeit die Ausbildung zur Bergexerzitienleitung. Das Bezwingen schwieriger Passagen im Fels erinnert mich oft an die Arbeit im Pflegeheim:

Und ist der Berg auch noch so steil,
a bisserl was, geht alleweil.


DWA: Herr Kreuzer, vielen Dank für das Interview.
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