Theilenhofen hat einen neuen Dorfmittelpunkt

Wo einst ein landwirtschaftliches Anwesen mit Schmiede stand, findet sich heute - als krönender Abschluss der Dorferneuerung - der neue Dorfmittelpunkt: ein einladend gestalteter Dorfplatz und das neu erbaute, barrierefreie Mehrgenerationenhaus mit angrenzendem Parkplatz. Fotost: Jessica Frank
 
Architekt Rainer Hochreiter, Planungsbüro Hochreiter und Lechner, übergab Bürgermeister König nach der Vorstellung des Hauses offiziell den Schlüssel und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen.
Theilenhofen: Mehrgenerationenhaus |


Gut zwei Jahre nach dem Spatenstich freute sich Erster Bürgermeister Helmut König am vergangenen Sonntag neben Landrat Gerhard Wägemann, MdL Wolfgang Hauber, MdL Manuel Westphal und Alexander Zwicker vom Amt für Ländliche Entwicklung auch die am Bau beteiligten Betriebe, den Gemeinderat sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in den neuen Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen.

"Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden ...

. . . lässt sich etwas Schönes bauen - und ich hoffe, dass es mit diesem Bau gelungen ist", schloss der Bürgermeister, nachdem er zuvor die überwundenen Hürden wie die Planungsgenehmigung durch das Landratsamt, das gewonnene Bürgerbegehren und die Zusage der Fördermittel aufgezählt hatte. Umso mehr freute er sich, nun eine Begegnungsstätte einweihen zu können, die dazu dienen soll "in der Gemeinschaft für die Gemeinschaft tätig zu werden". Einzig der Brunnen außen fehle noch, ergänzte er abschließend und fügte schmunzelnd hinzu, dass man sich hierbei durchaus noch über den einen und anderen Sponsoren freuen würde.

Rechnung geht auf!

Gerne hätte das Planungsbüro im Altbau gearbeitet, berichtet Rainer Hochreiter bei seiner Vorstellung des Mehrgenerationenhauses. Aber die energetische Substanz und auch die Aufteilung waren ungeeignet.

Man habe allerdings einen guten Mittelweg gefunden, um für alle Gemeindemitglieder einen Treffpunkt für Sport, Kultur, Musik und viele weitere Veranstaltungen zu schaffen. Das Haus selber ist mit Schwingboden, Prallwänden, Küche, Sanitärräumen und mehr bestens dafür ausgestattet. 25 Firmen arbeiteten hierfür Hand in Hand und konnten der Dorfgemeinschaft nun ihren neuen Treffpunkt übergeben. Besonders schön: Der ursprünglich kalkulierte Kostenrahmen von 698 Tausend Euro wurde mit aktuell 640 Tausend Euro noch nicht erreicht.

Auch Alexander Zwicker, Ltd. Baudirektor vom Amt für Ländliche Entwicklung, lobte das gemeinsame Engagement der Theilenhofener Bürger, die Lebensqualität der Gemeinde zu erhöhen - zuletzt wurde diese auch mit der Zusage bei der ELER-Förderung belohnt.

Schlicht beeindruckend

fand Landrat Gerhard Wägemann das neue Mehrgenerationenhaus und fand den Besuchermix an diesem Tag repräsentativ für die künftigen Nutzer: Von Jung bis Alt war alles vertreten. Und ebenso wie MdL Manuel Westphal betonte er die großen Vorteile der Dorfgemeinschaft: Viele Angebote, die sich im Vergleich mit städtischen Angeboten sehen lassen können. Gleichzeitig vermittelt die Möglichkeit zusammenzukommen aber auch ein gewisses Heimatgefühl. Eine Lebensqualität, die wir Politiker vermitteln müssen, so Westphal weiter.

Das Miteinander

auch weiterhin respekt- und vertrauensvoll begehen, dazu regte Pfarrer Gert Sommerfeld in seiner Segnung an. Und spielte damit auf die gelungenen 40 Jahre an, welche die Ortsteile als eine Gemeinde an keinem besseren Ort als an diesem feiern können. Für das leibliche Wohl hatte der Obst- und Gartenbauverein Theilenhofen-Rittern mit einer großen Auswahl köstlicher Kuchen und Gebäck bestens gesorgt.

(jf)
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