Festwoche feiert bei tropischen Temperaturen unter freiem Himmel

Feiern unter freiem Himmel – dies war an allen sechs Festtagen in Thierhaupten heuer möglich. Die große Freifläche wurde gut angenommen, so dass Gäste im warmen Bierzelt stets freie Plätze finden konnten.
 
Christine Kienberger genoss als Frontsängerin der Joe Williams Partyband das „Heimspiel“ bei der Festwoche in Thierhaupten.
Thierhaupten: Sportverein Thierhaupten | Bilanz Die 52. Festwoche in Thierhaupten ist Geschichte. Was neben den Feierlichkeiten aufgefallen ist.

Von Claus Braun

Thierhaupten. Der weltbekannte Walzer von Ernst Mosch, „Rauschende Birken“, war der Schlusspunkt hinter der 52. Festwoche und den Jubelfeiern des Sportvereins Thierhaupten anlässlich des 70-jährigen Gründungsfestes vom 14. - 19. August. Kurz danach begannen bereits die Aufräumarbeiten.
Nach den bunten Festtagen und dem gestrigen „Groß-Reinemache-Tag“ kommen die Bürger der Marktgemeinde nun langsam wieder zur Ruhe. Der Alltag normalisiert sich, zu Hause werden die angesammelten Gemüsevorräte aus dem Garten verarbeitet und Eltern wundern sich nicht mehr, welche oft unbekannte Übernachtungsgäste zusammen mit ihren Sprösslingen am Frühstückstisch um die Mittagszeit sitzen.

Im Einzelnen gilt es nun auch für unsere Zeitung Fazit zu ziehen:

Das sagt der Schirmherr und Bürgermeister Anton Brugger in Siegerpose auf der Bühne bei der Verabschiedung: „Im Einzelnen habe ich ja nicht viel beigetragen, jedoch als Schirmherr mit sechs strahlenden Sommertagen meinen Job erfüllt. Brugger dankte besonders dem 14-köpfigen Festausschuss und den über 500 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer für einen großartigen Job.

Das sagt Festleiter Christian Allmann: Nach den Jahren 2014 und 2016 war diese Festwoche die dritte in kurzer Zeit für das nahezu unveränderte Team des Festausschusses. „Dank der gewonnenen Routine war es heuer für uns leichter alle gestellten Aufgaben zu erfüllen. Ich danke allen Helfern und vor allem den vielen Gästen für ihr Kommen und friedliches Miteinander feiern!“

Das sagt Jens-Christian Maschke, Einsatzleiter der MSD-Security: Für Gesprächsstoff sorgte die Nachricht, dass es Geschädigte durch „K.O.-Tropfen“ gäbe. „Uns ist ein Fall bekannt, wo die Blutprobe tatsächlich positiv ausgefallen ist. Ob es jedoch K.O.-Tropfen waren oder ein anderer Drogenstoff, war nicht zu analysieren. Das Phänomen ist jedoch bekannt und vielerorts ein Problem. Trotz vorgenommener „Body-Checks“ bei einzelnen Personen kann ein Einschleichen gefährlicher Stoffe auf das Festgelände nicht verhindert werden. Ansonsten war es für uns eine problemlose und friedliche Festwoche, obwohl natürlich einzelne Störer immer wieder für negative Schlagzeilen sorgen können!“

Das sagt Pfarrer Werner Ehnle während seiner Predigt beim Gottesdienst im Zelt: „In Erinnerung an den katholischen Grundsatz - so-wohl als auch – wünsche ich mir keine Konkurrenz zwischen Kirche, Sport und dem Vereinsleben!“ Beides gehört zusammen, so der Geistliche, der ferner forderte Kirche und Sport seine Eigenständigkeit zu bewahren und Terminüberschneidungen zu vermeiden.

Das sagen die bisherigen Küchenchefs Heidi und Werner Mayr bei ihrem Abschied: „Wir danken Allen, die uns seit dem Jahr 1999 so fleißig und freundschaftlich verbunden unterstützt haben und wünschen der Festwoche noch lange ihren Fortbestand!“. Zur Verabschiedung erhielten die Mayr`s von den Festwochen-Ausrichtern ein Wellness-Wochenende in Bad Birnbach geschenkt und zudem vom Team der „Göckel-Wascherinnen“ drei lebende Hühner.

Das sagt Josef Herb, seit 50 Jahren Posaunist bei den Original D`Lechtaler Musikanten: „Ich bin so glücklich, dass ich auch in diesem Jahr wieder Blasmusik machen konnte und nun seit einem halben Jahrhundert ohne Unterbrechung die Festwoche mitgestalten durfte. Schön, dass es besonders in Thierhaupten viele Fans traditioneller Blasmusik gibt!“

Das sagt Christine Kienberger, Frontsängerin der Joe Williams Partyband: „In meinem Heimatort zu singen ist nicht nur ein Heimspiel sondern auch eine große Freude. Das junge Publikum war wieder großartig, da wir diesen mit unserer Partymusik bei dieser enormen Hitze viel abverlangt haben. Thierhaupten kann sensationell feiern!“

Das sagen die Gäste, stellvertretend Brigitte und Peter Blasel, die sich ein Gläschen Wein und eine Maß Bier unter freiem Himmel schmecken ließen: „Schön, dass es hier eine große Freifläche gibt, die heuer sogar noch Großteils geteert wurde und künftig als Eisfläche zur Verfügung stehen soll. Bei den sechs lauen Nächten schmeckt unter freiem Himmel ein Gläschen Wein, ein kleines Weizen oder handliches Pils mindestens genauso gut wie eine frische Maß Bier!“
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