Informativer Stammtisch beim Spargelbauer

Hans Pfitzmaier zeigte, dass eine Spargel-Pflanze auch art-fremd verwendet werden kann.
Thierhaupten: Marktplatz | Thierhaupten/Gachenbach. Monatlich treffen sich die Freien Wähler Thierhaupten im Rahmen eines über viele Jahre eingeführten Stammtisch-Forums zum ungezwungenen informativen Austausch.
Im Monat Juni führte dieser in den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen zum Spargelhof Koppold in Gachenbach. Die Betreiberfamilie um Resi und Jakob Koppold informierte die 38-köpfige Besuchergruppe aus Thierhaupten rund um das „Königliche Gemüse“. Auf dem Betriebsgelände, einer früheren normalen bäuerlichen Landwirtschaft, sind heute Einrich-tungen und Maschinen vorhanden, deren Anschaffung nach den Worten von Jakob Koppold über 200.000 € Wert sind. Dabei handelt es sich um eine Waschanlage für das Spargel-gemüse, Sortieranlage mit 14 verschiedenen Ausgabefächern, eine Schälmaschine und einer Kühlung, die das Gemüse von über 25 Grad auf zwei Grad und somit Lagerfähigkeit abkühlt.

Das Besondere des Abends war aber ein Abstecher auf ein Spargelfeld vor den Toren Gachenbachs. Dort erläuterte der Betreiber die Besonderheit des Schrobenhauser Spargels, der seit dem Jahr 2010 durch ein eingetragenes Warenzeichen besonders geschützt ist. Der sandige Boden rund um Aichach, Schrobenhausen bis in die Hallertau eignet sich bestens für das Gemüse. „Die Flugsandböden mit einem gewissen Schluff- und Lehmanteil verleihen dem Schrobenhausener Spargel den kräftigen, etwas nussartigen Geschmack“, so Jakob Koppold. Selbstverständlich durften sich die Freien Wähler aus Thierhaupten auch selbst im Spargel-Stechen versuchen, was ansonsten auf dem Spargelhof von zehn rumänischen Erntehelfern erledigt wird. Politisch interessant waren die Ausführungen zu den Problemfeldern Vermarktung, Beschäftigung von ausländischen Erntehelfern und die Mindestlohn-Problematik.

Die interessanten Stunden auf dem Spargelhof Koppold wurden durch ein abschließendes „Spargel-Satt-Essen“ im hofeigenen Stüberl abgerundet, wo der gemeinsame und gemütliche Austausch im Mittelpunkt stand. Als Ausdruck dieses interes-santen Stammtisches konnten sich die Freien Wähler über neun neu geworbene Mitglieder freuen.
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