"MAP" Berufsparours in der Senefelder Schule Treuchtlingen

 

Die Berufsparcours sind ein Angebot der vertieften Berufsorientierung – finanziert von der Agentur für Arbeit Weißenburg, dem Staatlichen Schulamt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und der Hermann Gutmann Stiftung. Vom Technikzentrum Minden-Lübbecke e.V. entwickelt, werden die Maßnahmen im Rahmen des regionalen Projekts MAP (Mittelschulen – Arbeitswelt – Partnerschaft) organisiert und durchgeführt.

Am 15. und 16. Oktober konnten die Mittelschüler des Schulamtsbezirks Weißenburg-Gunzenhausen (7./8. Klassen) auf dem Berufsparcours Einblicke in die Berufswelt erhalten. Neben vielen Unternehmen aus dem letzten Jahr, sind dieses Jahr wieder viele neue Betriebe mit weiteren Berufen dazugekommen.

Mini-Praktikas

In fünf- bis zehnminütigen Mini-Praktikas haben die Schüler die Gelegenheit, typische Aufgaben aus verschiedensten Berufsfeldern zu erproben. Und laut Ausbildern kann in diesen zehn Minuten am Tisch erkannt werden, ob eine Begabung für diesen Beruf vorliegt oder nicht. Wie arbeite ich als Zimmerin und welches Mehl kommt in ein Brot? Schneidet ein Friseur nur Haare und was macht eine Verfahrensmechanikerin? Auf diese Fragen bekamen die Schüler aus der Region Antworten und darüber hinaus die passenden Aufgaben und Handgriffe gezeigt. Das Besondere an dieser Form der Berufsorientierung ist die Praxisnähe, die sie den Jugendlichen bietet. Und damit keine Berührungsängste aufkommen, haben die Betriebe meist Auszubildende dabei, die gerne aus dem „Nähkästchen“ plaudern.

Zertifikat inklusive

Zu dem Berufsparcours kamen auch in diesem Jahr wieder rund 800 Schüler, welche alle ein Zertifikat mit nach Hause nehmen durften. Als Partner konnten sowohl große als auch kleine Unternehmen und Organisationen aus der Region gewonnen werden, deren Vertreter mit den Jugendlichen Aufgaben bearbeitet, um ihnen Berufe aus Industrie, Handwerk, Pflege und der Lebensmittelbranche nahe zu bringen.

Zehn Jahre MAP

Seit zehn Jahren steht die MAP – Mittelschulen-Arbeitswelt-Partnerschaft – für einen besseren Übergang von der Schule in die Arbeitswelt. Mit einem Festakt wurde nun in der Aula der neuen Mittelschule Weißenburg bei einem Empfang das Jubiläum gefeiert.

Das 2008 von der Hermann-Gutmann-Stiftung initiierte regionale Projekt startete in einem schwierigen Umfeld und „sollte den Weg einfacher machen, von der Schule in den Beruf,“ so fasste Angela Novotny, die Vorstandsvorsitzende der Hermann-Gutmann-Stiftung, das Ziel der MAP zusammen.

Wie gut die Umsetzung des Projekts, die sich im Laufe der Jahre immer weiter verbesserte, wirklich funktioniert, das berichteten Organisatoren, beteiligte Firmen und ehemalige teilnehmende Schüler. Diese vorbildliche Arbeit lobte auch Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel. Die Arbeit der MAP ist ein Teil der Antwort, die die Beteiligten gefunden haben, um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein,

Welche Lösungen in Zukunft gefragt sein werden, kann heute niemand mit Sicherheit sagen, aber was heute unmöglich erscheint ist morgen schon Standard. Das betrifft nicht nur technische Fragen, sondern auch gesellschaftliche, wie beispielsweise die Integration von Flüchtlingen, so Karl Scheuer, Ausbilder bei der Gutmann Aluminium Draht GmbH. Mit der MAP sind sich alle Beteiligten sicher, werde man auch für die Zukunft gut gerüstet sein.
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