MdL Westphal auf Baustellencheck in Treuchtlingen

In drei Wochen – zu Ostern – sollten hier die ersten Badegäste ihre Runden im neuen Sportbecken ziehen. Die Schwimmhalle ist nicht die einzige Baustelle innerhalb der Altmühl-therme, deren Fertigstellung sich verzögern dürfte. Sehr zum Ärger von Treuchtlingens Erstem Bürgermeister Werner Baum.
 

Auf seiner Reise durch den Landkreis stand für MdL Manuel Westphal nun Treuchtlingen auf dem Tourenplan – nicht nur die Baustellen.

Bereits seit Wochen tingelt der Manuel-Westphal-Express durch die Region – ist ja schließlich auch Wahljahr in Bayern. Dieses Mal stand Treuchtlingen auf dem Tourenplan. Der Landtagsabgeordnete informierte sich bei Bürgermeister Werner Baum über den Stand der Sanierung der Altmühltherme und dem Neubau des Hochregallagers der Firma Altmühltaler Mineralbrunnen.

Fertigstellung verzögert sich

Die Führung durch die Altmühltherme war im Grunde eine Baustellenführung. Statt fertigem Sport-, Kinder- und Kursbecken, Sauna und modernisierter Umkleiden, waren vor allem herumliegende Kabel, Werkzeuge und Bauschutt zu sehen. Dabei sollte eigentlich zu Ostern wiedereröffnet werden.

Ulrich Schumann, der Leiter der Altmühltherme, ist zuversichtlich, dass bald geöffnet werden kann – „es fehlen nur noch Kleinigkeiten“. Verantwortlich für die Verzögerungen macht der Thermenchef unerwartete Hinterlassenschaften in der Bausubstanz, die ausführenden Baufirmen sowie das komplizierte Ausschreibungsverfahren für öffentliche Aufträge. Treuchtlingens Bürgermeister Werner Baum war jedoch sichtlich verärgert über die unbefriedigende Situation auf der Baustelle.

Besuchermagnet Altmühltherme

Bisher kamen jährlich etwa 330 000 Besucher in die Therme und zu Altmühlvital (280 000 Therme). Schumann hofft die Zahl der Thermengäste auf 314 000 steigern zu können. Besonders das Gesundheitsbad mit Heilwasser sei ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Die nächstgelegenen Thermen mit Heilwasser seien Bad Windsheim und Bad Gögging. Bürgermeister Baum strebt für Treuchtlingen eine Aufwertung zu Bad Treuchtlingen an, genau wie bei Windsheim und Gögging. Im Einzugsbereich der Therme leben 2,5 Millionen potentielle Gäste.

Groß, größer, Altmühltaler Lager

Auf einer Fläche von 85 000 m2 entsteht auf dem Gelände an der Heusteige das 35 Millionen Euro teure neue Hochregallager der Firma Altmühltaler. Künftig sollen hier ca 50 000 Europaletten eingelagert werden. Über ein Rollenförderband werden die Paletten auf die zwölf Tore verteilt. Auf diese Weise sollen etwa 150 Lkws täglich be- und entladen werden. Ein weiteres Detail verrät das wahre Ausmaß der Halle: So wurden allein im Hochregallager 25 000 Sprinklerköpfe für den Brandschutz verbaut.
Baubeginn war im März 2017. Nach nicht einmal einem Jahr sind die Lagerhalle sowie die Laderampe bereits fertig. Lediglich im Innenbereich sind letzte Handgriffe notwendig.
Altmühltaler Geschäftsführer Günter Kutschera ist optimistisch, dass das Lager planmäßig im Sommer den Betrieb aufnehmen kann. Auf Volllast soll das Lager im Winter laufen. Dann werden im Lager zunächst zehn später 20 Mitarbeiter ihre Arbeit verrichten.

Tag der offenen Türe

Extra wegen dem Hochregallager wurde das Heusteigenfest auf September verschoben. Während des Festes haben alle Interessierten die Möglichkeit, im Rahmen eines Tag der offenen Türe, das neue Lager der Firma Altmühltaler auf dem Nachbargrundstück zu besichtigen. Die Veranstalter erhoffen, dass das Hochregallager zahlreiche Interessierte Besucher anlocken wird und diese im Anschluss das Heusteigenfest besuchen. (fh)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.