„Hoffnung – das Erbe von Emilie und Oskar Schindler“

Der renommierte Eichstätter Künstler Alessandro Serafini schuf mit seiner Tochter Valeria das Plakat zur Ausstellung, die ursprünglich von einem Seminar des Gabrieli-Gymnasiums in Eichstätt erstellt wurde. (Foto: pm)
Treuchtlingen: Senefelder Schule |

Ausstellung in der Senefelder-Schule anlässlich des 80. Jahrestags der Reichspogromnacht.

Vom 9. bis zum 11. November öffnet die Senefelder-Schule anlässlich des 80. Jahrestags der Reichspogromnacht ihre Türen für eine Ausstellung über Emilie und Oskar Schindler. Das Ehepaar bewahrte zahlreiche jüdische Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs vor der Ermordung in den Vernichtungslagern und schenkte ihnen in der dunkelsten Stunde ihres Lebens Hoffnung.

80 Jahre Reichspogromnacht

Achtzig Jahre ist es nun her, dass es in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 deutschlandweit zu Ausschreitungen gegen die jüdische Zivilbevölkerung kam. Achtzig Jahre, dass vielerorts Synagogen brannten. Auch in Treuchtlingen. – in Kooperation mit dem Arbeitskreis 9. November und dem Förderverein – soll an der Senefelder-Schule nun indirekt an die Vorgänge der Reichspogromnacht erinnert werden. Die Ausstellung „Hoffnung – Das Erbe von Emilie und Oskar Schindler“ rückt gezielt zwei Menschen in den Mittelpunkt, die Juden in einer hoffnungslosen Zeit wieder Hoffnung gaben. Dabei thematisiert sie vor allem die Leistungen des Ehepaars Schindlers während des Zweiten Weltkriegs und informiert auch über einzelne Stationen ihres Lebens.

Emilie Schindler im Fokus

Der Fokus der Ausstellung liegt allerdings auf Emilie Schindler, die lange Zeit im Schatten ihres Mannes Oskar stand. Obwohl sie ihm dabei half, die über 1200 jüdischen Zwangsarbeiter vor der Ermordung in den Vernichtungslagern zu retten, bekam sie erst am Ende ihres Lebens Anerkennung für ihre Taten. Fakt ist, die Fabrik der Schindlers wurde für viele vor allem polnische Juden zu einem Ort der Hoffnung, in einer Zeit, zu der in Treuchtlingen kein Platz für eine jüdische Gemeinde war.

Thema ist auch heute noch aktuell

Heute, achtzig Jahre später, laden der Arbeitskreis 9. November, der Förderverein „Freunde der Senefelder-Schule“ und die Schulfamilie dazu ein, sich mit dem Erbe von Emilie und Oskar Schindler an einem Ort der Hoffnung zu beschäftigen. Denn seit über fünf Jahren trägt die Senefelder-Schule das Prädikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und zeigt nicht selten mit den Themen ihrer Oberstufenseminare (aktuell: „Gegen das Vergessen“ und „Christlicher Widerstand im Dritten Reich“) Engagement gegen jegliche Form von Diskriminierung.

Eintritt frei!

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am Freitag, 9. November, um 19 Uhr, der Eröffnung der Ausstellung beizuwohnen oder diese am Samstag (14 bis 18 Uhr) und Sonntag (11 bis 17 Uhr) zu besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos.
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