Sinfoniekonzert »Pioniergeist« mit Gastdirigent Attilio Cremonesi

Dienstag, 17. Dezember 2019 - 20:00

Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788): Sinfonien D-Dur Wq 176 und Es-Dur Wq 179 Wilhelm Friedemann Bach (1710 – 1784): Sinfonie d-Moll F 65 Johann Christian Bach (1735 – 1782): Sinfonie für Doppel¬orchester Es-Dur op. 18,1 Christoph Willibald Gluck (1714 – 1787): Air der Furien (»Orfeo ed Euridice«) Georg Anton Benda (1722 – 1795): »Ariadne auf Naxos« – Melodram für Orchester und Sprecher

Ariadne Natalie Hünig Theseus Sebastian Müller-Stahl Oreade Katja Schild Augsburger Philharmoniker Dirigent Attilio Cremonesi

Mit Attilio Cremonesi steht einer der anerkanntesten Alte-Musik-Spezialisten am Pult der Augsburger Philharmoniker. Als langjähriger Assistent von René Jacobs, dirigiert er heute die ganz großen Originalklangensembles, wie etwas Concerto Köln oder Akademie für Alte Musik Berlin.

In Augsburg widmet er sich mit den Augsburger Philharmonikern einem Programm rund um die Söhne des großen Johann Sebastian Bach, an deren Schaffen sich die Entwicklung der Sinfonie ohrenfällig ablesen lässt. Carl Philipp Emanuel etwa, der beste Kenntnisse der neusten kompositorischen Gepflogenheiten an modernen Höfen wie Mannheim hatte, schuf bereits in seinen frühen Sinfonien wegweisende Modelle. Und auch die schillerndste Figur der Bachfamilie, sein jüngster Brüder Johann Christian, trug maßgeblich zur Weiterentwicklung der Gattung Sinfonie bei.

Ebenfalls ein Pionier, das aber auf dem Gebiet des Melodrams, war Georg Anton Benda. Zwar kann er nicht als ihr Erfinder gelten – Jean-Jacques Rousseau kam ihm zuvor –, aber seine erfolgreichen Melodramen waren lange Zeit beispielhaft. Wolfgang Amadeus Mozart etwa war begeistert von seinen Werken. In »Ariadne auf Naxos« ist besonders schön zu erleben, wie Benda die psychischen Prozesse der Bühnenpersonen auf subtile Weise musikalisch reflektiert. Für dieses Melodram begeben sich auch Ariadne, Theseus und Oreade im Kongress am Park auf die Bühne, was dem Abend dramatische Tiefenschärfe verleiht. Mit Natalie Hünig und Sebastian Müller-Stahl ist dabei auch das Schauspiel des Staatstheaters beteiligt, die Oreade verkörpert die Schauspielerin Katja Schild, die im Übrigen auch als Sängerin einen ausgezeichneten Ruf genießt.

16. & 17.12.2019 20:00 | Kongress am Park Konzerteinführung 19:10 Uhr

Im Anschluss an das Konzert »Meet & Greet« mit den Augsburger Philharmonikern im Foyer.

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