Bilanz der Waffenamnestie

Während der Waffenamnestie von Juli 2017 bis Juli 2018 wurden im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen insgesamt 154 Kurz- und Langwaffen sowie 5.262 Stück Munition abgegeben. Foto: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen


Genau ein Jahr lang konnten alle Bürger im Landratsamt oder bei der Polizei Waffen gebührenfrei abgeben, ohne dafür strafrechtlich belangt zu werden. Die Regelung betraf illegal besessene Waffen. Von den 154 abgegebenen Kurz- und Langwaffen waren 100 in illegalem Besitz. Rechtmäßig besessene Waffen können auch künftig abgegeben werden.

"Mit diesem Zulauf hätten wir nicht gerechnet", bilanziert der im Landratsamt zuständige Sachgebietsleiter Bernd Oster. "Wir freuen uns, dass mit der Amnestieregelung so viele Waffen aus dem Verkehr gezogen werden konnten."

Die abgegebenen Waffenarten waren sehr unterschiedlich: Von Revolvern, Pistolen sowie verschiedenen Langwaffen und Elektroschockern oder bestimmte Messer, die unter das Waffengesetz fallen, war alles dabei.

154 Waffen und 5262 Schuss Munition

Die 154 abgegebenen Lang- und Kurzwaffen sowie die 5262 Stück Munition wurden an das Bayerische Landeskriminalamt nach München weitergeleitet und dort in der Regel zerlegt beziehungsweise vernichtet. Im Einzelfall werden abgegebene Waffen jedoch durchaus auch in der Sammlung des Landeskriminalamtes aufbewahrt.

Bei der letzten Waffenamnestie im Jahr 2009 wurden bundesweit rund 200 000 Schusswaffen aus dem Verkehr gezogen. Dem Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen wurden damals 146 Waffen ausgehändigt.

(pm)
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