Klinikum verabschiedet einen "feinen Kerl"

Besonderen Dank sprachen Landrat Gerhard Wägemann (links) und Vorstand Jürgen Winter (rechts) auch Meyers Ehefrau aus, ohne deren Rückenstärkung und Akzeptanz der Einsatz ihres Mannes nicht möglich gewesen wäre.
Weißenburg in Bayern: Klinikum altmühlfranken |

Vergangenen Donnerstag wurde der langjährige Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Klinikum Altmühlfranken Weißenburg, Herr Dr. med. Willibald Meyer, nach fast 17-jähriger Tätigkeit im Rahmen einer Feierstunde in den Ruhestand entlassen.

Da er nicht nur ein "herausragender Experte und Virtuose seines Faches", so Klinikvorstand Jürgen Winter, war, sondern durch seinen empathischen und wertschätzenden Umgangston sowie einer Kommunikation auf gleicher Augenhöhe auch das Vertrauen und die Zuneigung seiner Mitarbeiter, Kollegen und Patienten genoss, wunderte es nicht, dass auch diese zahlreich erschienen waren. Auch Landrat und Verwaltungsrat-Vorsitzender Gerhard Wägemann bestätigte die Worte Winters mit der Ergänzung: Ein "Chefarzt zum Anfassen", der sich gegenüber des gesamten Klinikums und unseres Kommunalunternehmens immer verantwortlich gefühlt und ebenso gehandelt hat. Er sei der genau richtige Mann gewesen, um den Weg zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und einer Verbesserung der Wirtschaftlichkeit mit zu gehen, zu gestalten und auszubauen, so der Landrat. Die Rahmenbedingungen für dieses wirtschaftlich erfolgreiche Arbeiten waren im Oktober 2001 unter Leitung von Altlandrat Georg Rosenbauer gelegt worden, der ebenfalls an der Verabschiedung teilnahm.
Den herausragenden Ruf im gesamten Spektrum der Visceralchirurgie einschließlich der Pankreas- und Leberchirurgie habe das Klinkum Meyer zu verdanken, so Vorstand Winter weiter. Ebenso wie der Einzug der minimalinvasiven Verfahren im Abdomen und Thorax. Und auch die Schaffung des Bauchzentrums auf Station 12 geht mit auf sein sein Konto. Neben seiner hohen beruflichen Qualifikation habe er aber von Anfang an vor allem auch durch seine menschliche Kompetenz und Persönlichkeit überzeugt.
"Es war eine schöne Zeit", dankte Willibald Meyer seinen Kollegen für die tolle Zusammenarbeit und zog einen kurzen Vergleich zu seinen Anfängen, als noch die Größe des Schnittes etwas über die Qualität des Chirurgen aussagte, wohingegen heute vieles minimal invasiv operabel sei. Und auch der Stellenwert der Arbeit habe sich geändert: Stand damals die Arbeit absolut im Fokus des Lebens, müsse man heute die Work-Life-Balance der Generation Y beachten. Und zuletzt waren früher auch die Patienten deutlich geduldiger und folgsamer, schloss er mit einem leicht schmunzelnden aber auch leicht traurigen Hinweis auf die Internetdoktoren, welche dem Vertrauensverhältnis Patient-Arzt nicht förderlich seien.
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