Klinikum Altmühlfranken ist gut ausgelastet

Das Bettenhaus A, eingerahmt vom schon fertiggestellten Bettenhaus B (links) und dem neue Anbau an das Bettenhaus A (rechts). Foto: Julia Kamann für Klinikum Altmühlfranken


Den Menschen in Altmühlfranken stehen mit den beiden Häusern des Klinikums Altmühlfranken Weißenburg und Gunzenhausen in der Regel 380 Krankenhausbetten zur Verfügung. "Vergleicht man die Monate, nehmen wir im Winter erfahrungsgemäß mehr Patienten stationär auf, als in den wärmeren Jahreszeiten." erklärt der Pflegedirektor des Weißenburger Hauses Stefan Gütinger. Dies liege unter anderem häufig an einer erhöhten Anzahl von Patienten, die isoliert werden müssten. Dabei handelt es sich nicht nur um im Winter gehäuft auftretende Fälle von Influenza, sondern auch um Patienten mit zum Beispiel Durchfallerkrankungen.

Besteht der Verdacht, dass eine Isolierung notwendig ist, wird der Patienten vorsorglich alleine in ein Zimmer gelegt. Schon nach 24 Stunden, abhängig vom Krankheitsverdacht und der sich daraus ableitenden Untersuchungen, kann das Labor beantworten, ob die Isolierung aufrechterhalten werden muss. Ist dies der Fall, bleibt der Patient isoliert und das zweite Bett im Zimmer bis auf weiteres leer. Bestätigt sich die Ursache für eine Isolierung nicht, steht das Zweibettzimmer wie geplant für weitere Patienten zur Verfügung.

Isolierstationen weitgehend ausgelastet

Karsten Wranik, Hygienefachkraft am Klinikum, erklärt, dass das Weißenburger Haus vergangene Woche am Dienstag mit 21 isolierten Patienten stark ausgelastet sei.

Um trotz der Isolierungen immer die größtmögliche Anzahl an freien Betten bereitstellen zu können, arbeite die Hausreinigung des Klinikums Altmühlfranken bis Ende März bei Bedarf in Zusatzschichten, um auch nach Entlassungen am Nachmittag Betten und Zimmer schnellstmöglich zu desinfizieren und wieder bereitzustellen.

Engpässe in Gunzenhausen

In Gunzenhausen sind derzeit sechs Patienten isoliert. Dort sind die Möglichkeiten der Unterbringung von Patienten zusätzlich durch die Bautätigkeit und die Entkernung des zweiten Bettenhauses im Rahmen der Generalsanierung eingeschränkt.

Trotz der Modulstation stehe deutlich weniger Platz zur Verfügung erklärt Cornelia Kerschbaum, die Pflegedirektorin des Klinikums Altmühlfranken Gunzenhausen. Gerade bei erhöhtem Raumbedarf aufgrund von zu isolierenden Patienten stoße das Klinikum hier schnell an seine Kapazitätsgrenzen. Glücklicherweise sind die Einschränkungen durch den Bau ein Engpass auf Zeit, denn die Fertigstellung des Bettenhauses ist für 2019 geplant. (pm)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.