Kriminalstatistik 2017: In unserem Landkreis kann man sicher leben!

Vorstellung der Kriminalstatistik im Landratsamt (von links): Erster Polizeihauptkommissar Harald Eckert ((PI Gunzenhausen), stellvertretender Inspektionsleiter Klaus Ziegler (PI Weißenburg) , Landrat Gerhard Wägemann, Erster Polizeihauptkommissar Dieter Meyer (PI Treuchtlingen), Sachgebietsleiter Bernd Oster, Kriminaloberrat Hermann Lennert und Abteilungsleiter Philipp Brandl-Michel. (Foto: Heinz Bosch)
Weißenburg in Bayern: Landratsamt |

Das Fazit: In unserem Landkreis lebt es sich sicher. Die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden ist vergleichsweise niedrig. Die Chance, dass begangene Straftaten aufgeklärt werden dagegen groß.Mit 81,1 Prozent liegt der Landkreis in puncto Aufklärung bayernweit um über zehn Prozent vorne!

Auch, wenn die sexuellen An- und Übergriffe und die Rauschgiftdelikte zugenommen haben, sind die Fallzahlen insgesamt auch im Jahr 2017 erfreulicherweise weiter leicht rückläufig – um 5 Prozent auf insgesamt 3282 Fälle. Zehn Jahre vorher waren es noch 4768 Fälle. Die Zahlen wurden von der Polizei nach der sogenannten Häufigkeitszahl errechnet. Hierbei wird die Zahl der Straftaten pro 100 000 Einwohner angegeben.

Vergleich zu Bayern und Mittelfranken

Ein Trend, der sich auch bayernweit abzeichnet: Nach einem kontinuierlichen Anstieg der Fallzahlen in den letzten Jahren, konnte 2017 das erste Mal ein deutlicher Rückgang der Gesamtzahl um 12,7 Prozent (-252 961 Fälle) auf 629 512 Straftaten verzeichnet werden. Ohne ausländerrechtliche Verstöße betrug der Rückgang lediglich 2,8 Prozent (-28 314, somit gesamt 586 206 Fälle) – ein Wert, der sich mit -2,5 Prozent leider auch auf unseren Landkreis übertragen lässt.

Einbruchsquote um 50 Prozent gesunken

Lediglich 20 Fälle sind im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl registriert. Und die Aufklärungsquote liegt dabei bei 22,5 Prozent. Die im vergangenen Jahr angekündigten Maßnahmen, um den Schutz vor Einbrüchen zu erhöhen, haben sich ausgezahlt: Präsenzverstärkung der Polizei in den Straßen, die Fahndungsmaßnahmen und auch die Empfehlung an die Bürger, sich privat zu schützen sowie regelmäßig abgehaltene Informationsveranstaltungen.

Rauschgiftdelikte auf Rekordhoch

Mit 242 Fällen hat sich der Bereich um 64,6 Prozent erhöht. Da hier besonders viel über das Darknet vertrieben wird, ist der Weg oft schwer nachvollziehbar. Um auch hier die Aufklärungsquote hoch zu halten, werden spezielle Cyberplätze eingerichtet.

Wer sind die Täter

Für das Jahr 2017 ergeben sich im Landkreis 1891Verdächtige. Die Differenz zur Gesamtzahl der Straftaten, die deutlich höher ausfällt, erklärt sich durch Mehrfachtäter. Dreiviertel aller Straftaten wurden von Männern verübt (75,4 Prozent). Jugendliche unter 21 Jahren waren für 22,2 Prozent aller Straftaten verantwortlich.
Von den insgesamt 1891Tatverdächtigen sind 465 Nichtdeutsche.
Nach der Vorstellung der Kriminalstatistik durch Kriminaloberrat Hermann Lennert, dankte dieser Landrat Gerhard Wägemann für die gute Zusammenarbeit. Letzterer gab seinen Dank und seine Anerkennung für die hervorragende Arbeit an die Polizeiinspektionen des Landkreises weiter. (hb)
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