"Prosit Neujahr"

Anfang Januar lud die Stadt Treuchtlingen zum traditionellen Neujahrsempfang in die Stadthalle ein. Zum zehnten Mal in Folge läutete Treuchtlingens Erster Bürgermeister Werner Baum mit seiner Neujahrsansprache das erste gesellschaftliche Ereignis des Jahres der Stadt ein. Zuerst begrüßte er alle Anwesenden und wünschte ihnen „im Namen des Stadtrates und des gesamten Rathausteams der Stadt Treuchtlingen von Herzen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2018“. Unter den Gästen waren zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft, aber auch von sozialen Einrichtungen, Kirchen und Vereinen, der kommunalen Verwaltung und natürlich Bürger der Stadt Treuchtlingen.

Wie es sich für ein zehnjähriges Jubiläum gehört spann Treuchtlingens Erster Bürgermeister Baum einen großen Bogen in seiner Rede und ermahnte alle politisch Verantwortlichen, sich ihres vom Volk verliehenen Mandats würdig zu erweisen – vom kleinen Kommunalpolitiker, über Bundespolitiker bis hin zum Europaabgeordneten – deren Politik sich auch auf die Arbeit auf kommunaler Ebene auswirkt.

Das Thema Europa war ihm ein zentrales Anliegen, trotz all der Fehler, welche die EU hat, und die verbessert werden müssen, damit die Kernideen dieser Institution wieder für jeden Bürger greifbar werden: Ein geeintes und friedliches Europa. Denn nur gemeinsam können die großen Probleme, wie beispielsweise der Klimawandel, bewältigt werden.
Neben Europa beklagte Baum eine Zunahme einer „neoliberalen“ Ideologie, die sich selbst befreit haben von „Ethik“ und „Moral“ – besonders bei großen Konzernen und in der Finanzwelt. Beispielhaft dafür waren in seiner Rede die Abgasaffäre, Steuervermeidungen und Hedgefonds, die wie Heuschrecken Firmen kaufen und zerstückeln. Die kleinen Sparkassen und Genossenschaftsbanken nahm er von der Kritik aus. Er forderte hier schärfere Kontrollen und strafrechtliche Konsequenzen.

Im Anschluss sprach Treuchtlingens Erster Bürgermeister die wichtigsten Projekte in der Stadt an, darunter die Umgestaltung der Innenstadt, den Neubau der Senefelder-Schule, die Modernisierung der Altmühltherme und das Logistikzentrum der Firma Altmühltaler sowie viele weitere.

Zum Abschluss seiner Rede dankte Baum den ehrenamtlich und politisch engagierten Bürgern, denn „Vieles von dem, was zur Lebensqualität unserer Kommune gehört, basiert auf Initiativen und dem Engagement der hier lebenden Menschen.“.

Mit guten Wünschen für das neue Jahr und einem „Prosit“ endete die Ansprache. (fh)
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