Wer geimpft ist, schützt sich und andere

Weißenburg in Bayern: Gesundheitsamt |

Von 23. bis 29. April findet die Bayerische Impfwoche statt. Die Mitglieder und Partner der industrieunabhängigen Landesgemeinschaft Impfen (LAGI) und die Gesundheitsämter in Bayern machen damit auf die wirkungsvolle Vorsorgemaßnahme, das Impfen, aufmerksam.



Jeder von uns hat sich die Frage bereits gestellt: Impfen? Ja oder Nein?. Oft wird das Thema in den Familien und in der Gemeinschaft diskutiert. Der hiesige Amtsarzt vom Gesundheitsamt Weißenburg-Gunzenhausen, Dr. Carl-Heinrich Hinterleitner, empfiehlt auf jeden Fall die von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfohlenen Grundimmunisierungen durchführen zu lassen. „Letztendlich muss zwar jeder selbst entscheiden, ob er sich impfen lassen möchte, doch die Standardimpfungen bieten einen wichtigen Schutz und sind sinnvoll.“ erläutert der Gesundheitsexperte Dr. Carl-Heinrich Hinterleitner vom Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen. „Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Außerdem sind die modernen Impfstoffe gut verträglich und unerwünschte Nebenwirkungen sehr selten.“

„Impfen rund um die junge Familie“

Schwerpunkt der diesjährigen Impfwoche ist das Thema „Impfen rund um die junge Familie“ mit besonderem Blick auf den Schutz von Babys durch eine geimpfte Umgebung. Denn ein geimpftes Umfeld ist gerade für Neugeborene sehr wichtig, um sie möglichst weitgehend vor der Übertragung von Infektionen zu schützen. Die Bayerische Impfwoche richtet sich deshalb besonders an drei Zielgruppen: Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und alle weiteren Kontaktpersonen von Säuglingen.

Jährlich erkranken Neugeborene an schweren Infektionskrankheiten für die es einen Impfschutz gibt. So verstarben im Jahr 2016 drei Säuglinge durch Keuchhusten. Auch Masern sind in den ersten Lebensjahren eine große Gefahr. Hierbei kann es zu schweren Komplikationen wie einer Lungen- oder Gehirnhautentzündung kommen. Eine Grippe-Infektion in den ersten Lebenswochen führt in vielen Fällen zu einem schweren Krankheitsverlauf mit hohem Fieber.

Bereits während der Schwangerschaft können Infektionskrankheiten für den Embryo gefährlich sein. Dazu gehören die Rötelninfektion der Mutter, Windpocken oder Influenza. Es ist wichtig, dass sich Frauen bereits im Vorfeld einer Schwangerschaft impfen lassen, da nicht alle Impfungen während der Schwangerschaft durchgeführt werden können. Eine Impfung gegen Influenza wird in der Regel ab dem 4. Schwangerschaftsmonat empfohlen.

Auch für medizinische Berufsgruppen wie zum Beispiel Ärzte, Hebammen, Krankenschwestern oder Medizinische Fachangestellte wird ein kompletter Impfschutz empfohlen. Auch sie können Krankheiten auf Neugeborene übertragen.

Impfpass regelmäßig überprüfen

Wichtig ist, den Impfpass regelmäßig vom Haus- oder Kinderarzt überprüfen zu lassen. Auch das Gesundheitsamt bietet einen Impfpass-Check und eine telefonische oder persönliche Impfberatung an. Termine können unter der Telefonnummer 09141 902-401 vereinbart werden. Die notwendigen Impfungen sollten allerdings mit dem Haus- oder Kinderarzt besprochen werden, der in der Regel auch die Impfungen vornimmt.

Mehr Informationen

Weitere Informationen rund um das Thema „Impfschutz“ gibt es auf den Internetseiten www.lagi.bayern.de und www.schutzimpfung-jetzt.de. Umfangreiches Informationsmaterial ist im Foyer des Gesundheitsamtes (Niederhofener Straße 3 in Weißenburg) erhältlich.

Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut 2017/2018:

Der Impfkalender für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene umfasst Impfungen zum Schutz vor


• Tetanus,
• Diphtherie,
• Pertussis,
• Haemophilus-influenzae-Typ b,
• Poliomyelitis,
• Hepatitis B,
• Pneumokokken,
• Rotaviren,
• Meningokokken C,
• Masern, Mumps, Röteln,
• Varizellen,
• FSME (bekannt als „Zeckenimpfung“ sowie
• gegen humane Papillomaviren und Influenza.

(pm)
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