AWO Tagesstätte Weißenburg:Ende der beengten Verhältnisse absehbar

Von links: OB Schröppel, Einrichtungsleiter Norbert Fiedler, Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, AWO-Kreisvorsitzender Hartmut Hetzelein sowie AWO-Kreisgeschäftsführer Rainer Mosandl. Foto/Text: pm


Die beengten Platzverhältnisse in der Weißenburger Tagesstätte "Brücke" des AWO Kreisverbandes Mittelfranken-Süd wurden beim jüngsten Besuch des Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch sowie des örtlichen Oberbürgermeisters Jürgen Schröppel mehr als deutlich. Denn gemeinsam mit dem AWO-Kreisvorsitzenden Hartmut Hetzelein, dem AWO-Kreisgeschäftsführer Rainer Mosandl und dem Einrichtungsleiter Norbert Fiedler drängten sich die Gäste zum Gesprächsaustausch in das kleine Mitarbeiterbüro. Zumindest gedankliche Abhilfe leistete da der "Blick in die Zukunft", wie der Bezirkstagspräsident die anfängliche Begehung des Nachbargrundstückes schmunzelnd betitelte. Möglichst noch in diesem Jahr möchte der Kreisverband hier mit der Errichtung eines Ersatzbaus für die ambulante Betreuungseinrichtung beginnen.

Auch beim Neubau wird sich der Bezirk Mittelfranken, der Hauptkostenträger im Bereich der Eingliederungshilfe, als zuverlässiger Partner erweisen, machte Bartsch in seinen Ausführungen mehrfach deutlich. Dabei würdigte er die Angebote zur Tagesstrukturierung, der Krisenbewältigung und der Freizeitgestaltung, welche das Team der "Brücke" täglich für die durchschnittlich 42 psychisch erkrankten Besucher leiste. Dass die Tagesstätte eine aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenkende Einrichtung geworden sei, betonte Oberbürgermeister Schröppel.

Für die hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung der AWO durch die Kommune sowie den Bezirk bedankte sich Geschäftsführer Rainer Mosandl bei den politischen Gästen. Den aktuellen Planungsstand des Ersatzneubaus erläuterte der Einrichtungsleiter Norbert Fiedler. Neben einem deutlich vergrößerten Platzangebot im Erdgeschoss, dem eigentlichen Tagesstättenbereich, soll im ersten Stockwerk Abhilfe für den in der Römerstadt dringend benötigten Wohnraum geschaffen werden. Denn gerade bei der Suche nach Mietswohnungen würden sich die psychisch erkrankten Besucher besonders schwer tun, so Fiedler.

Wäre es nach dem Willen des AWO-Kreisvorsitzenden Hartmut Hetzelein gegangen, würden die Bagger auf dem benachbarten Grundstück schon längst rollen. Trotzdem zeigte er sich überzeugt, dass am Ende eine von allen Beteiligten getragene Planung realisiert wird. "Wenn es hierfür die eine oder andere Planungsrunde mehr benötigt, um zum Wohle unserer Klienten die bestmögliche Variante zu wählen, ist auch das in meinem Sinne", bat Hetzelein die politischen Vertreter auch um Verständnis für die Verzögerungen bei der Vorhabensverwirklichung.

Dass die Realisierung jedoch notwendig ist, davon konnte sich die Besucherdelegation bei einer abschließenden Führung durch die verschiedenen Bereiche der Tagesstätte, angefangen bei der Arbeitstherapie über die Begegnungsstätte, der Küche bis hin zum Ruhebereich, überzeugen. Auch neben der finanziellen Unterstützung, die der Bezirk jährlich für die AWO-Tagesstätte in Weißenburg leistet, kam der Bezirkstagspräsident Richard Bartsch nicht mit leeren Händen zum Besuch. Und für das Gastgeschenk, eine originale "Bezirk Mittelfranken-Uhr" sollte der Einrichtungsleiter Norbert Fiedler auch trotz des knappen Raumangebots einen geeigneten Platz finden.
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