Wählen ist die Pflicht (guter) Bürger


Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke sieht in der Beteiligung an der bayerischen Landtagswahl am 14. Oktober eine staatsbürgerliche Pflicht. "Ich kann nur aufrufen: Geht zur Wahl, gestaltet, bringt euch ein", sagte er der Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt. Nicht wählen zu gehen, sei das "Verheerendste, was wir tun können".

Mit Blick auf die Flüchtlingspolitik unterstrich Hanke, in dieses Thema mischten sich sehr viel Irrationalität und Angst: "Da ist es unsere Aufgabe als Kirche, differenziert hinzuschauen und Ängste zu nehmen." Zum einen sollten die Sorgen und Nöte der Menschen ernst genommen werden. Auf der anderen Seite "wollen wir aus der Kraft des Glaubens heraus den Menschen Mut machen, Wege in die Zukunft zu suchen, und nicht einfach nur abzublocken, zu mauern und einander zu verteufeln."

Skeptisch äußerte sich der Bischof zur Diskussionskultur in Deutschland. "Unsere Gesellschaft ist tief gespalten und polarisiert", sagte er. Es sei eine "ganz schreckliche Situation, in der wir stehen". Hanke mahnte zu einer Rückbesinnung auf Werte wie Solidarität und soziale Gerechtigkeit: "Das ist ein Wertesystem, das dem christlichen Wurzelboden entspringt."

Eine konkrete Wahlempfehlung lehnte der Bischof indes entschieden ab. Dies stehe der Kirche nicht zu. (pm)
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