Generalversammlung 2017 der Feuerwehr Rieblingen

Die Fahrzeuge prägen eine Feuerwehr: Das Tragkraftspritzenfahrzeug, welches seit Ende Februar in Hirschbach eingesetzt wird neben dem neuen MLF (Mittleres Löschfahrzeug) vor dem Feuerwehrhaus in Rieblingen. Foto: Christian Thoma/Feuerwehr Rieblingen
 
Anfang des Jahres 2016 verunglückte in der Nacht ein Fahrzeug auf der Straße zwischen Rieblingen und Asbach.

Frauenquote bei der Feuerwehr erhöht



"Dass ihr in der Rieblinger Feuerwehr innerhalb eines Tages eure Frauenquote erhöht - das macht euch so schnell keiner nach", so der neue Kreisbrandinspektor Uwe Neidlinger bei der Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rieblingen. Er spielte darauf an, dass erst tags zuvor bei der Kommandanten-Versammlung des Landkreises Dillingen das Thema "Frauen in der Feuerwehr" besprochen wurde. Und schon am nächsten Tag konnten der erste Kommandant Christian Thoma und Vereinsvorstand Joachim Neumeier berichten, dass eine weitere Frau zukünftig die aktive Mannschaft der Feuerwehr unterstützen wird. Damit sind es in Rieblingen nun drei Feuerwehrfrauen. Die Mannschaft bestand zum Jahresende aus 35 aktiven Feuerwehrleuten und einem Jugendlichen, der Altersdurchschnitt ist mit 35 Jahren aktuell unkritisch, dennoch dürfe das Thema Nachwuchsgewinnung nicht aus den Augen verloren werden, so Christian Thoma. Gemeinsam mit dem Jugendwart Thomas Döhnel werde man wieder gezielt potenzielle Kandidaten ansprechen.

Das neue Baugebiet im Ort biete die Chance für Nachwuchs, darauf wies Wertingens erster Bürgermeister Willy Lehmeier in seiner Ansprache hin. Dass bei Neumitgliedern nicht nur Jugendliche, sondern auch "ältere" Quereinsteiger gefragt sind, bewiesen die drei Zugänge zur Mannschaft im Jahr 2016. Das stetige und fortwährende Engagement der Rieblinger Feuerwehr sei ein Stück gelebte Kultur und sorgte mit dafür, dass die Wehr im Feuerwehrbedarfsplan gesetzt war, als es um dessen Umsetzung ging. Wie berichtet erhielt die Hirschbacher Feuerwehr das sieben Jahre alte Fahrzeug aus Rieblingen, wo seit Februar ein wasserführendes Auto stationiert ist. In diesem Zusammenhang stellte Lehmeier die Verbindung von mehr Technik zu immer noch mehr notwendigen Schulungen her. An Neidlinger richtete er den Apell, dass durch stetig steigende Anforderungen fast wie im Berufsleben, das Ehrenamt nicht überfordert werden dürfe.
Einsätze und Lehrgänge
Auf rund 200 Einsatzstunden in 13 Einsätzen brachte es die Feuerwehr Rieblingen im vergangenen Jahr. Vom Verkehrsunfall über Unwetter- und Ölspureinsätze bis zu verschiedenen Verkehrsabsicherung und Brandeinsätzen war ein breites Spektrum abgedeckt. Glücklicherweise waren nie sehr schwerwiegende Personenschäden zu verzeichnen. Ein wichtiger Faktor bei den Freiwilligen Feuerwehr ist die sogenannte Tagesalarmsicherheit. Sie besagt, wie viele Feuerwehrleute tagsüber bei einer Alarmierung wirklich schnell vor Ort sein können. Da im ländlichen Bereich viele Berufspendler wohnen, ist die Rieblinger Mannschaft mit rechnerisch zehn Personen untertags vergleichsweise gut aufgestellt. Was natürlich auch daran liegt, dass im örtlichen Aufzugtechnikbetrieb einige Feuerwehrleute tätig sind. Bei der Leitstelle in Augsburg ist man tagsüber mit sieben Einsatzkräften gemeldet.

Um für die Einsätze gerüstet zu sein, wurden an 35 Abenden Übungen abgehalten. Praktische Übungen, Theorieteile, Einsatzübungen auch mit anderen Feuerwehren sowie spezielle Atemschutzübungen. Dass diese Abende durchweg gut besucht waren, freute Kommandant Thoma und seinen Stellvertreter Daniel Heider besonders. Den Gruppenführeren der Wehr dankte er für ihre Unterstützung hierbei. Auch an weiteren Lehrgängen nahmen Rieblinger Feuerwehrleute teil. So absolvierten sie Lehrgänge zum Atemschutzgeräteträger, zum Truppführer und zum PSNV-Ersthelfer (Psycho-Soziale Notfall-Versorgung) sowie an einer Atemschutzfortbildung im Brandcontainer.

Den Blick auf das Jahr 2017 und die Zukunft gerichtet waren sich Christian Thoma und Uwe Neidlinger einig, dass mit dem neuen Fahrzeug auch weitere Verantwortung einhergehe. Der Einsatzradius werde sich damit erhöhen. Neidlinger lobte, dass sich die Feuerwehr Rieblingen dieses Aspektes voll bewusst sei.

Aus Neidlingers Händen erhielt schließlich noch Markus Helmer das silberne Ehrenkreuz für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Und Martin Kraus wurde vom Verein für seine 40-jährige Tätigkeit als Fahnenbegleiter geehrt.

Artikel vom 14. März 2017
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