Polizei verhindert Rechtsrock-Konzert in Wertingen: 50 Personen kontrolliert

Die Polizei hat ein Rechtsrock-Konzert in Wertingen verhindert. (Foto: Symbolbild/ Jakub Janele/ 123rf.com)

Ein Rechtsrock-Konzert in Wertingen hat die Polizei nun erfolgreich verhindert. 

Wie die Polizei jetzt mitteilt, erließ die Verwaltungsgemeinschaft Wertingen bereits am Mittwoch eine Allgemeinverfügung, in der für das Wochenende von Samstag, 0 Uhr bis einschließlich Montag, 0 Uhr alle nichtangezeigten Musikveranstaltungen unter dem Motto „5 Jahre RAC – 5 Jahre Schanddiktat“ sowie etwaige Ersatzveranstaltungen verboten wurden. Grund hierfür waren polizeiliche Erkenntnisse, wonach an diesem Wochenende ein Rechtsrock-Konzert im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft organisiert werden sollte.

Zur Überwachung des Konzertverbots waren Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Schwaben Nord,Schwaben Süd/West sowie der Bereitschaftspolizei im Bereich Wertingen eingesetzt. In den Vormittagsstunden verdichteten sich Hinweise darauf, dass auf einem Privatgelände im Ortsteil Hettlingen Vorbereitungen für ein mögliches Konzert getroffen wurden. Beamte der

Kriminalpolizeiinspektion Dillingen wiesen die Veranstalter vor Ort eindringlich auf dasbestehende Verbot sowie die polizeiliche Durchsetzung hin, worauf die Arbeiten eingestellt und das Konzert abgesagt wurden. An mehreren Vorkontrollstellen in den Landkreisen Augsburg und Dillingen wurden im Laufe des Tages etwa 50 Personen, die laut eigenen Angaben zum Rechtsrock-Konzert anreisen wollten, einer Kontrolle unterzogen. Alle kontrollierten Personen stammten aus Bayern sowie dem angrenzenden Baden-Württemberg. Strafrechtliche Verstöße wurden im Rahmen der Kontrollen nicht festgestellt.

Nach Absage der Veranstaltung in Wertingen erhärteten kriminalpolizeiliche Ermittlungen den
Verdacht, dass das Rechtsrock-Konzert kurzfristig in den Landkreis Unterallgäu (Gemeinde
Benningen) verlegt werden sollte. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West übernahm für die Ausweichveranstaltung die weitere Einsatzleitung und konnte auch in diesem Fall die tatsächliche Durchführung eines Konzerts mit starken Einsatzkräften verhindern.

"Das präsidiumsübergreifende Zusammenwirken beider schwäbischer Polizeiverbände ermöglichte es, die konspirativ geplanten Konzerte konsequent zu verhindern", schreibt die Polizei. (pm)
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