Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkrieges in der Partnerstadt in Frankreich

Gruppenbild am Denkmal "Ferme de la Croix Rouge"
 
Les Flammes de l'Espoire

Erinnern allein ist zu wenig: In Frankreich wurde am Wochenende das Ende des Ersten Weltkrieges mit zahlreichen Gedenkfeiern an unzähligen Gedenkstätten gebührend begangen

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Zu zwei dieser Zeremonien war auch eine 12köpfige Delegation aus Wertingen in die Partnerstadt Fère-en-Tardenois am Wochenende angereist. Sie war von Bürgermeister Jean-Paul Roseleux und Herrn Bernard Moreau, dem Vizepräsidenten der französischen Soldatenkameradschaft eingeladen worden. Bürgermeister Willy Lehmeier, drei Mitglieder der Reservistenkameradschaft Wertingen Wolfram Stadler, Ernst König und Ernst Saule, vier Schüler des Gymnasiums Antonia Leicht, Olivia Spann, Raphael von Hoch, Julian Hillenmeyer mit ihrem Lehrer Christain Aigner, Vertreter des Parntnerschaftsvereins Hannelore Sutter und Manuela Baur sowie Verena Heppner folgten der Einladung zur Gedenkstätte Loupeigne / Mareuil en Dôle, wo 480 französische Soldaten und 478 deutsche Soldaten begraben sind. Auf dem Weg dorthin hielt die Delegation am Denkmal der 42. Amerikanischen Division „Ferme de la Croix Rouge“ nahe Fère an. An der abendlichen feierlichen, wie bewegenden Zeremonie am Samstag beteiligten sich auch französische Veteranen, Fahnenträger, Schüler und zahlreiche Bürger. Deutsche und französische Schüler lasen abwechselnd Texte aus dem Kriegstagebuch des Priesters Léon Cabaret vor, Oberstleutnant König von der deutschen Delegation erinnerte an die Gräuel und mahnte zugleich ein Wiederholen dieser Taten mit allen in unserer Macht stehenden Mittel zu vermeiden. Abgeschlossen wurde die einstündige Zeremonie mit einer Kranzniederlegung und dem Gesang der Hymnen beider Länder.
Die zweite Feier fand am Sonntag, dem 11. November am Kriegerdenkmal vor dem Rathaus von Fère statt. Bürgermeister Lehmeier erwähnte in seiner Rede, dass das Engagement für Frieden und Demokratie in der Zeit zahlreicher bewaffneter Konflikte auf der ganzen Welt weder auf der großen Bühne der Weltpolitik noch im Kleinen, in der Nachbarschaft, in der Freundschaft zwischen Fère-en –Tardenois und Wertingen nicht abhanden kommen darf. Deshalb sei es ein wichtiger Akt, Gedenkfeiern wie die „Flamme der Hoffnung“ abzuhalten. Herr Bernard Moreau las die Namen aller gefallenen Soldaten aus Fère vor und es folgte eine Kranzniederlegung durch die beiden Bürgermeister und die Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees. Obwohl der Regen immer stärker geworden ist, folgten der Musikkapelle von Fère die gesamten Teilnehmer an der Zeremonie in den Soldatenfriedhof der Stadt. Hier, vor einem Meer von Gräbern brachte Raphael von Hoch eindringliche Gedanken der Jugendlichen zum Ausdruck: Die aktuellen Tendenzen in Europa betrachtend, sollte man verstehen, dass wir nur gemeinsam stark sein können, dass wir die Herausforderung der Globalisierung nur zusammen meistern können. Er, wie seine Schulkameraden, sind froh, Freunde und Partner im Zuge von Austauschfahrten kennengelernt zu haben. Die Jugendlichen wissen um die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft und werden sich dafür einsetzen, dass sie auch in Zukunft Freunde mit ihren Austauschpartnern, vielmehr eine Familie bleiben. Einen besonderen Eindruck hat der deutsch-französische Gottesdienst, bei dem auch der Gefallenen aus Fère gedacht wurde, bei den deutschen Gästen hinterlassen. Zwischen den beiden Zeremonien von Freitag und Sonntag hatten die deutschen Gäste Zeit, sich mit der Gastfamilie bei gutem Essen zu unterhalten und gemeinsame Unternehmungen zu machen.
Der Abschied aus Fère war genauso herzlich wie der Empfang und man denkt schon an das nächste große gemeinsame Ereignis, die Feierlichkeiten zum 30jährigen Jubiläum des Bestehens der Partnerschaft.
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