Heinzelmann - der Bastelspaß der Musik spielt

Das ist ein original GRUNDIG Heinzelmann Radio. Das Holz-Gehäuse war bei dem Radio-Bausatz mit dabei. Die Skalenscheibe hat leider zwei Sprünge.
Wertingen: Radio- Telefonmuseum |

Der Durchbruch der Firma Grundig war der Radiobausatz "Heinzelmann".

Willi Kempter, Elektroingenieur aus Herbertshofen hält am 18. Februar, 2018 seinen Vortrag "Heinzelmann hat geholfen" um 15 Uhr im Radio- und Telefonmuseum in Wertingen in der Fére-Straße 1,
In der Nachkriegszeit fehlte es an vielen Dingen, auch und gerade an Radiogeräten.
Denn das Informationsbedürfnis war riesig und die neue Musik, die mit den Besatzungssoldaten ins Land kam, fand großes Interesse.
Man half sich mit einfachen Detektorempfängern oder reparierte beschädigte Volksempfänger. Da hatte Max Grundig aus Nürnberg eine Idee: Er bot einen Baukasten zur Selbstmontage eines Radios an; die Röhren musste man sich selbst besorgen - Tauschhandel und Schwarzmarkt waren die Quellen. Der Baukasten, den Grundig "Heinzelmann" nannte, kostete bis zur Währungsreform je nach Variante 176 oder 189 Reichsmark. Damals viel Geld, aber dennoch sollten angeblich bis Ende 1948 fast 40000 Geräte verkauft worden sein. Mit dem Bausatz, der alle erforderlichen Teile einschließlich Gehäuse enthielt, umging Grundig die Beschränkungen und Verbote der Militärverwaltung und legte gleichzeitig einen Grundstein für seine spätere Weltfirma GRUNDIG.
Das Radio- und Telefonmuseum ist jeden dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet – Eintritt frei. In fünf Räumen werden ca. 600 Grammolas, Grammophone, Radiodetektoren, Röhrenradios, Musik – Fernsehtruhen, Tonbänder, drei Musikboxen, und vieles mehr gezeigt.
Im Telefonmuseum (ein eigenen Raum) kann man über 220 Exponate bestaunen - vom Klappenschrank, Autotelefon, Walzentelefon, Micky-Maus-Telefon, bis hin zur Schalt- und Relaistechnik, Münzfernsprecher und und und.
Info: www.radiomuseum-wertingen.de
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