Hitze sorgt für Hochbetrieb: Freibäder im Landkreis Augsburg überdurchschnittlich gut besucht

Kurz vor der Abkühlung: Auch im Freibad Gerfriedswelle war in den ergangenen Wochen viel los. Foto: Stadt Gersthofen

Die anhaltende Hitzewelle in Augsburg und Umgebung machte so manchem zu schaffen. Da half all denen, die nicht ans Meer gefahren sind, eigentlich nur noch eines: Das kühle Wasser der zahlreichen lokalen Seen und Freibäder. Zumindest einige Leute können sich deshalb noch immer über die Wärme freuen: Denn in die Freibäder im Landkreis strömen gerade überdurchschnittlich viele Badegäste.

"Letztes Jahr hatten wir am Ende der Saison insgesamt 55 000 Besucher", erzählt Silke Schirrmacher vom Wertinger Freibad. "Dieses Jahr haben wir nun schon mehr als 42 000". Das läge auch daran, dass der Beginn der Sommerferien mit der momentanen Hitzewelle zusammengefallen sei. Inzwischen seien einige der Badegäste vermutlich in den Urlaub gefahren, doch wenn die Sonne anhält, wird das Bad den Rekord des vergangenen Jahres wohl trotzdem knacken. "Aber das kommt natürlich darauf an, ob das Wetter so bleibt", sagt Schirrmacher. Zu schwerwiegenden Notfällen aufgrund der Hitze sei es im Wertinger Freibad glücklicherweise noch nicht gekommen. Man sehe aber deutlich mehr Sonnenbrände, zwei oder drei Gäste erlitten wohl einen Sonnenstich.

Auch im Freibad Aquamarin in Bobingen läuft das Badegeschäft diese Saison überdurchschnittlich gut. Sachgebietsleiter Bernhard Langert zeigte sich erfreut über die vielen Besucher. 64 000 seien bisher schon ins Freibad gekommen, vier Wochen lang läuft die Saison noch. "Wir gehen durchschnittlich immer von 55 bis 60 000 Besuchern pro Saison aus", betont Langert. "Wir haben jetzt noch einen Monat übrig. Wenn das Wetter so schön bleibt, könnten wir dieses Jahr auf bis zu 100 000 Besucher kommen." Die Einsätze der Wasserwacht hätten sich da natürlich auch erhöht. Vor allem berichteten die Einsatzkräfte von Bienen- und Sonnenstichen. Es sei aber auch vorgekommen, dass Kindern im Wasser die Kraft ausging und sie deshalb aus dem Becken geholt werden mussten.

Die Hitze machte sich auch im Freibad Gerfriedswelle in Gersthofen bemerkbar. Besonders deutlich werde der Einfluss des guten Wetters im Vergleich der dritten und vierten Juliwoche. Während zwischen dem 16. und 22. Juli nur etwa 6100 Besucher ins Freibad kamen, waren es in der Woche ab dem 23. "mit dem sehr heißen Sonntag" über 15 000, erklärt Ottavia Brandl von den Gersthofer Stadtwerken. Insgesamt kamen bisher etwa 102 500 Besucher zum Gersthofer Freibad. Zur selben Zeit waren es letztes Jahr nur 82 500 Badegäste. "Da war es einfach nicht so schön wie dieses Jahr", begründet Brandl den Zuwachs. Trotz der Hitze sei im Freibad bisher noch niemand umgekippt. "Es gab vielleicht ein paar Sonnenbrände mehr", sagt Ottavia Brandl und lacht. (lat)
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