Musikschule Wertingen: Frühling in der Kreisklinik Wertingen

Das Vokalensemble Bissingen unter der Leitung von Musiklehrerin Magdalena Polzer (rechts) war in der Kreisklinik Wertingen beim Konzert der Kammermusikreihe "Kunst tut gut!" zu Gast.

„Kunst tut gut!“ lautet die Kammermusikreihe, die schon seit einigen Jahren auf Initiative der Musikschule Wertingen und Oberarzt Dr. Frieder Brändle in der Kreisklinik Wertingen stattfindet.

Organisatorisch werden die Konzerte mittlerweile von Karolina Wörle, Musiklehrerin und Geschäftsführerin an der Musikschule Wertingen betreut. Bei der Veranstaltung im Mai war nun erstmalig ein Chor zu Gast, und zwar das Vokalensemble Bissingen unter seiner Leiterin Magdalena Polzer. Im vergangenen September hatte die Musikschule Wertingen mit der Übernahme der ehemaligen Musikwerkstatt Kesseltal als neue Außenstelle auch den im Herbst 2000 gegründeten Frauenchor übernommen.

Dem Frühling mit allen Sinnen lauschen

Mit dem Kanon „Es tönen die Lieder“ leitete das Ensemble schwungvoll eine Reihe von Frühlingsliedern ein, die passend zur Jahreszeit vor allem vom Erwachen der Natur und vom Singen der Vögel erzählten. In Lorenz Maierhofers Komposition „Hörst du den Vogelsang“ konnten die Zuhörer dem Frühling mit allen Sinnen lauschen. Der Kuckuck mit seinen unüberhörbaren Rufen war dann in dem Lied aus der italienischen Schweiz „Der Winter ist vorüber“ präsent. Danach erklangen zwei weitere Lieder mit volkstümlichem Ursprung: ein Tanzlied aus Israel sowie aus Hessen „Ich geh durch einen grasgrünen Wald“.

Freude am Singen

Bei ihrem Debut in Wertingen gelang es den 12 Sängerinnen aus dem Kesseltal vortrefflich, die Freude am Singen und insbesondere das Wunderbare dieser Jahreszeit in den Zuschauerraum zu transportieren; ihre Liedbeiträge überzeugten dabei durch Textverständlichkeit, Transparenz und einen harmonischen Chorklang. Mit zwei Liedern aus der Zeit um 1600 setzte das Vokalensemble Bissingen sein Programm fort: „Wir lieben sehr im Herzen“ und „Es blüht und strahlt der Maien“. Als letzter Beitrag erklang schließlich ein Frühlings-Hymnus von Lorenz Maierhofer, der mit seinem klassischen Charme sowie schwungvoll bewegt durch seine Taktwechsel erfreute: „Endlich, wieder Frühlingszeit“.
In einer kurzen Ansprache ging Dr. Brändle auf die Wichtigkeit der Musik ganz besonders in einem Krankenhaus ein. Dabei hob er besonders das Singen im Chor hervor und wies auf die damit verbundene Freude aber auch die therapeutische Bedeutung des Singens hin. Bei der stürmisch geforderten Zugabe „Kein schöner Land in dieser Zeit“ stimmten dann spontan auch die Zuhörer mit ein.
Das nächste und letzte Konzert in dieser Saison im Rahmen der Konzertreihe „Kunst tut gut!“ findet am Sonntag, 2. Juni statt.
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