Objekt des Monats März im Heimatmuseum Wertingen: ein Sauriasl

Sauriasl mit Griff und Ausgießer
Wertingen: Heimatmuseum | Er ist von Aschermittwoch bis Karsamstag in der Küche nicht mehr gefragt: der "Sauriasl". Mit ihm wurde außerhalb der Fastenzeit in der schwäbischen Küche der Sonntagsbraten im Backrohr zubereitet. Bei der Reine aus Keramik handelt es sich um einen Halbzylinder, der an der einen Halbkreisseite einen Griff aufweist und auf der anderen einen Ausgießer für die Bratensoße. Es gab den Sauriasl in den unterschiedlichsten Größen, je nach Bratengröße. Inzwischen ist er auf Grund seines schweren Gewichtes und seiner Stoßempfindlichkeit weitgehend durch das Material Eisen ersetzt. So werden schon seit längerer Zeit emaillierte Kare oder Kärle verwendet. Der Name Sauriasl kommt vermutlich von der Vorderansicht des Gefäßes mit dem Ausgießer, die einem Schweinerüssel nicht ganz unähnlich ist. Den dunkelfarbigen Sauriasl des Heimatmuseums Wertingen kann man den ganzen März über in der Vitrine beim Glasübergang betrachten. Ansonsten steht er in der Schüsselrahm der Bauernstube im Keller.
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