Stadtkapelle Wertingen: Begeisterung und Freude am schönen Klang

Das Vororchester unter der Leitung von Karolina Wörle überzeugte mit einem tollen Programm und ungetrübter Spielfreude.
 
Unter dem fordernden, energischen Dirigat von Heike Mayr-Hof musizierte das Jugendorchester und lieferte authentische Interpretationen ab.

Frühlingsgefühle weckte die Stadtkapelle Wertingen beim Konzert des Vororchesters (Karolina Wörle) und des Jugendorchesters (Heike Mayr-Hof) in der festlich geschmückten Stadthalle beim begeisterten Stammpublikum.

Dieses empfing mit Applaus ein stattliches Vororchester, das von mehreren Seiten temperamentvoll “con brio“ und im „Gänsemarsch“ in die Stadthalle Wertingen einzog und mit 55 Mitgliedern die Bühne füllte. Christian Hof, der Präsident des Vereins, begrüßte sein treues Publikum, sowie den Ehrendirigenten Manfred-Andreas Lipp und Ehrenvorstand Josef Bohmann. Er stellte begeistert sein Vororchester vor und schon betrat die elegante, charmante Dirigentin in edler Robe den Saal und die Bühne und die Musik „Willkommen, bienvenue, welcome“ erklang und erinnerte an die kürzlich erlebte, gelungene Frankreich-Tour. Der anfänglichen Spannung folgte ungetrübte Spielfreude, so dass die pädagogischen Originalwerke und populären Bearbeitungen durch das Engagement der fantastischen Kinder unter der Leitung der aufmerksamen und omnipräsenten Dirigentin nur gelingen konnten. Thema und Variationen über ein französisches Volkslied, äußerst anspruchsvoll, machten das fantastische Niveau des Vororchesters deutlich und waren gleichzeitig eine Hommage an die Partnerstadt Feré en Tardenois, die zuletzt wieder Gastgeber für ein Konzert des Vororchesters war.

Solisten überzeugten

Klarinetten, Saxofone und Trompeten (Clarinet Blues/Trumpeter´s Holiday/Rock-a-my-Sax) durften als Solisten glänzen und Swing (Driving Test, Solist Paul Steinhagen) und Dixieland (Tiger Rag) erfreuten durch engagierte, emotionale, stilsichere Interpretation. Die Ohrwürmer von Piero Umiliani (Mah nah, mah nah), John Deacon (I want to break free) und Henry Mancini (Peter Gunn) kamen besonders gut an. Dass die bekannten und beliebten Zugaben gefordert und gewährt wurden war dabei zu erwarten, genauso wie die traditionellen Glückwünsche in Form des Ständchens, diesmal für die Angehörigen Kotschner und Seitz. Durch das Angebot gemeinsam in Orchestern zu üben und zu musizieren, ermöglichten die kooperierenden Wertinger Musikvereine Stadtkapelle und Musikschule ihrem Nachwuchs sich und ihre Arbeitsergebnisse eindrucksvoll darzustellen und viele Erfolgserlebnisse zu erleben. Dabei werden die Kinder und Jugendlichen von ihren Eltern gefördert und begleitet und legen ein Fundament für künstlerisches und soziales Engagement, das nicht hoch genug geschätzt und gewürdigt werden kann. Stellvertretend für alle Eltern und die jungen Musiker traten Elisabeth Bauch und Bianca Buchwald vor das Publikum und lobten abwechselnd, in passenden Statements, die menschlichen, pädagogischen, künstlerischen und organisatorischen Qualitäten ihrer Dirigentin Karolina Wörle. Geschenke stützten die guten Worte. Dann lud die Pause zu kühlen Erfrischungen und anerkennenden, lebhaften Gesprächen ein.

Helden der Filmmusik dominierten

Den zweiten Konzertteil eröffnete das 45köpfige Jugendorchester unter Heike Mayr-Hof mit zwei Sätzen aus der Suite mit höfischen, mittelalterlichen Liedern und Tänzen (Intrada/Basse Danse) des zeitgenössischen Komponisten Ron Nelson, der wegen seiner hervorragenden, originalen Musik in der Szene großes Ansehen genießt. Anschließend dominierten Helden der Filmmusik und erinnerten an tolle Erlebnisse im Kino. Die folgenden Erfolgskompositionen, als Potpourris (Medleys) mit den jeweiligen Höhepunkten für Blasorchester arrangiert, wurden unter dem fordernden, energischen Dirigat von Heike Mayr-Hof authentisch musiziert. Die Werke von Michael Kamen (Highlights from Robin Hood), Murray Gold (Doctor Who: Through Time and Space) und John Debney (The greatest Showman) waren dabei die ausgewählten Bestseller. Sachkundig hatten die mehr oder wenig aufgeregten jungen Musiker (Luisa Gut, Lilly Anwander, Magdalena Musialek, Marie Beutmiller, Emma Reuter, Miriam Schmidt, Nina Hillenbrand, Sophia Tschan, Leni Popp, Anna-Maria Seitz, Aylin Balletshofer, Melanie Enzler und Anna-Maria Hof) beider Orchester den Abend moderiert. Dem Beifall des Publikums und dem Dank des Präsidenten Christian Hof folgten die erwartete Zugabe und dieser eine tolle Konzertparty. Große Begeisterung, die erlebte Freude an schöner Musik und die Ausstrahlung der jungen Künstler und ihrer Dirigentinnen hatten sich übertragen und den Funken überspringen lassen. So wurde das Ziel des Frühlingskonzertes erreicht und die verantwortlichen der Stadtkapelle Wertingen durch den zahlreichen Besuch (trotz Pokalendspiel und Volksfest) und reichlich Zustimmung für ihr Engagement belohnt und bestätigt.
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