Symbolischer Kniefall vor dem Bürgermeister

Musikdirektor i. R. Manfred-Andreas Lipp (Wertingen), Musikdirektor i. R. Rainer Kellmayer (Stuttgart/Denkendorf) und Wolfgang Heinrich, Komponist (Würzburg) (v. r) waren als Wertungsrichter engagiert und lobten die gute Organisation und die tollen Leistungen der teilnehmenden Orchester.
 

Im Trend, vorne und erfolgreich sind die fränkischen Blasorchester und der Nordbayerische Musikbund (NBMB) mit ihren innovativen Ausbildungsstrategien und Vereinsprogrammen.

Musikdirektor i. R. Manfred-Andreas Lipp (Wertingen), Musikdirektor i. R. Rainer Kellmayer (Stuttgart/Denkendorf) und Wolfgang Heinrich, Komponist (Würzburg) waren vom NBMB-Oberfranken engagiert, als Wertungsrichter und Jury die Leistungen der 16 Blasorchester und Spielgruppen beim Wertungsspiel in Strullendorf (Bamberg) zu beurteilen und zu würdigen. Die Bandbreite der angetretenen Formationen reichte vom JEKI-Orchester im Kindesalter, über Bläserklassen für Grundschüler, Bläserklassen für erwachsene Anfänger und Bläserklassen für Senioren über die Grundstufe, Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe bis zur Höchststufe. „Es ist faszinierend, spannend, aufregend, begeisternd und wir können von diesen Vorbildern wieder so viel lernen“ sagte Manfred-Andreas Lipp im Gespräch mit dem 1. Bürgermeister Wolfgang Desel, der auch als 2. Vorsitzender des Fördervereins der kommunalen Musikschule Strullendorf (8000 Einwohner) hinter seinen Musikern steht. Nachdem bekannt wurde, dass Strullendorf eine kommunale Musikschule betreibt und mit einem Jahresvolumen von € 250.000.- diese Einrichtung betreibt und fördert, war Staunen bei Lipp, Kellmayer und Heinrich angezeigt und sie boten aus Respekt einen symbolischen Kniefall vor dem Bürgermeister an.

Höhepunkt zum Finale

Das Finale des umfangreichen Wertungsprogrammes war dem Sinfonischen Blasorchester Pödeldorf vorbehalten, dem unter der Leitung von Julius Herion mit einer fulminanten Aufführung von Banja Luka (Jan de Haan) und On the Town (Leonard Bernstein) mit 97 von 100 Punkten gleichzeitig der Höhepunkt gelang. Manfred-Andreas Lipp verbindet seit 40 Jahren die Freundschaft mit seinem Strullendorfer Kollegen Karl Berberich, der die dortige Musikschule gegründet, entwickelt und auf den heutigen Stand gebracht hatte. Inzwischen steht die angesehene Bildungseinrichtung unter der Leitung von Michael Saffer, der als Dirigent auch den örtlichen Blasorchestern vorsteht, mit innovativen Konzepten vorantreibt und die Arbeit von Berberich weiter entwickelt. Das Team des Musikvereins Zeegenbachtal-Strullendorf um Vorstand Natalie Goller und Dirigent Michael Saffer, sowie die weiteren Mitarbeiter der Musikschule hatten mit einer organisatorischen Glanzleistung, viel Herzblut und ungezählten Helfern das Wertungsspiel für den NBMB durchgeführt und als Probelauf für das 50jährige Jubiläum betrachtet, das im Jahr 2022 ansteht und mit einem großen Fest gefeiert werden soll.
Für Manfred-Andreas Lipp war die Wertungsrichter-Tätigkeit auch mit einem Besuch im größten europäischen Musikmarkt Thomann in Burgebrach bei Bamberg verbunden, wo unter Beratung von Fachleuten direkt Reparaturen an Musikinstrumenten ausgeführt wurden und Musikinstrumente aller bekannten Hersteller und Preisklassen getestet werden dürfen und jegliches Zubehör bei einem optimalem Preis-/Leistungsverhältnis vorrätig scheint. Kulinarisches servierten die Gastgeber und Veranstalter in Form der lokalen Biere einschließlich „Schlänkerla“, dem traditionellen, dunklen Rauchbier und zartem „Schäufele“ mit Kartoffelknödel und Sauerkraut in den gemütlichen Biergärten unter alten Kastanien. Die sprichwörtliche, oberfränkische Gastfreundschaft und die kulturellen Höhepunkte von Weltkulturerbe in Bamberg rundeten das arbeitsreiche Programm des Wochenendes ab.
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