Tour de Bavière: Franzosen auf Reise durch Bayern

Burgruine Niederhaus
Franzosen auf Reise durch Bayern
Bereits im Mai begaben sich 30 Franzosen aus der Wertinger Partnerstadt Fère-en Tardenois vom 27. April bis 1. Mai auf eine Tour durch Schwaben. Es war der Wunsch unserer Freunde, Bayern, aber besonders Schwaben und seine geschichtlich-kulturelle Seite, näher kennenzulernen.

Das Partnerschaftskomitee unter der Leitung von Hannelore Sutter übernahm gerne die Organisation und Planung der dreitägigen Tour.
Am ersten Tag war Nördlingen angesagt, wo ein waschechter Franzose die Gäste auf eine Reise durch das Mittelalter der Stadt mitnahm. Immer wieder verknüpfte er seine Erklärungen mit netten, amüsanten Anekdoten, die die Franzosen zum Lachen brachten. Sehr kurzweilig brachte er die Gruppe ans Rieskratermuseum, wo sich jeder individuell mit französischem Flyer kundig machen konnte.

Der Nachmittag des ersten Tages führte uns zur Burg Niederhaus, zu der Manfred Nittbaur interessante Informationen geben konnte. Von hier hatte man einen herrlichen Ausblick über das Ries, der jeden Besucher beeindruckte.

Am Abend dieses Tages besuchten wir auf Einladung von Karolina Wörle das Konzert des Jugend-und Vororchesters in der Stadthalle.
Der zweite Tag war vollbepackt mit attraktiven Stationen in Oberammergau, der Bergalm auf dem Laber, Schloss Linderhof, wo es eine Führung in französischer Sprache gab, und Kloster Ettal. Regina Völkel und Manuela Baur hatten den Tag genau nach dem Geschmack der Franzosen gestaltet. Die Sonne hatten wir den ganzen Tag auf unserer Seite, sodass die schöne Lüftlmalerei der Häuser in Oberammergau besonders zur Geltung kam. Vom Laber Berg genossen wir die Ausssicht weit hinaus über die Bayerischen Alpen mit ihren Seen.

Ulm mit Blaubeuren und dem Blautopf waren die Stationen des dritten Tages. Auf Französisch wurden unsere Gäste durch die Altstadt und das Münster geführt. Der Gästeführer machte auch auf geschichtliche Spuren aufmerksam, wie auf einen Teil der Stadtmauer, der von Napoleon für Kriegszwecke teilweise abgetragen wurde. Nach einem kurzen Einkaufsbummel ging es weiter ins Benediktinerkloster in Blaubeuren, wo Manfred Nittbaur fachkundig Geschichte und Kunst erklärte.

Schon war der letzte Abend angerückt, zu dem Gäste und Gastgeber in den Schlosskeller eingeladen waren. Bürgermeister Lehmeier begrüßte die Gäste und auch Benedikt Kratzer, der ein sechswöchiges Praktikum in Fère absolviert hat, konnte seine „ehemaligen“ Gastgeber wiedersehen.
Drei Tage „Tour de Bavière“ waren anstrengend und intensiv, aber auch ein Beweiß, dass gute Freundschaft lange anhält. Das Jahr 2019 ist das Jahr des 30-jährigen Jubiläums, das in Fère groß gefeiert wird.
Am 1. Mai kurz nach neun Uhr ist der Bus mit den Gästen zurück Richtung Frankreich gefahren.

Die drei Tage bleiben natürlich auch dank der netten Gastfamilien unvergesslich für die Franzosen.



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