Vorerst keine Geburten in der Kreisklinik Dillingen

Dillingen an der Donau: Kreisklinik St.-Elisabeth |


Seit langer Zeit ringen Ärzte, Hebammen Geschäftsführung und Aufsichtsrates der Kreisklinik Dillingen-Wertingen um den Bestand der Geburtshilfe an der Kreisklinik St. Elisabeth in Dillingen - vergebens. Am Montag gab das Landratsamt Dillingen bekannt, dass am 23. März 2018 dort die Geburtshilfe geschlossen wird, dort keine Kinder mehr geboren werden, eine Wiedereröffnung der Station sei ab 1. Juli 2018 geplant. Frauen, die in dieser Zeit Termin zur Entbindung haben, sollen sich an ein anderes Krankenhaus wenden - die Krankenhäuser der Umgebung sind über den Umstand informiert

Zur Schließung führte akuter Personalmangel. Nach der Kündigung von Ärzten sahen sich die restlichen Hebammen außer Stande, mit dem Personal einen 24-Stunden-Dienstplan aufrecht zu erhalten, mit dem eine hochwertige Betreuung der Gebärenden und Kinder aufrecht erhalten werden könnte. Schon lange gab es das Vorhaben, die drohende Schließung mit der Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums abzuwenden. Dabei soll erst die Gynäkologie mit Ärzten verstärkt, danach die Geburtshilfe wieder mit Hebammen und Ärzten aufgefüllt werden.

Das Vorhaben mit der Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums an der Kreisklinik scheiterte bisher an der Zulassung eines Freien Kassensitzes für Frauenheilkunde am Dillinger Krankenhaus, worauf in Folge Ärzte und dann Hebammen, denen außerdem noch höherer verwaltungstechnischen Aufwand bevor steht und geringerer Verdienst, kündigten. Am Vorhaben des Medizinischen Versorgungsdienstes wollen der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kreiskliniken Landrat Leo Schrell, Geschäftsführer Uli-Gerhard Prillinger und der Aufsichtsrat allerdings festhalten, um ab 1. Juli 2018 wieder die Geburtshilfe an der Kreisklinik Dillingen mit einem umfangreichen Stamm an Ärzten und Hebammen zu öffnen. (leo)
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