Kampfkunst im Schullandheim

  Wertingen: Schullandheim | Zum wiederholten Male organisierte der Deutsche Shorinji Kempo Verband (DSKV) unter der Leitung von Kurt Kammerl (DSKV-Präsident) ein Trainingslager für Jugendliche und Erwachsene – dieses Jahr erstmalig im Schullandheim Bliensbach bei Wertingen. Über 60 Kenshi aus dem Raum Augsburg, München, Nürnberg und Berlin, sowie hochrangige Sensei aus Deutschland, darunter Sensei Walther Wunderle (7. Dan, Sugakusa Dojo Augsburg und Ehrenpräsident des DSKV), Sensei Kurt Kammerl (6. Dan, Augsburg-Ost Dojo), Sensei Douglas Beard (6. Dan, Dojo Heidenberg bei Nürnberg), Sensei Hans-Jürgen Bosch (6. Dan, Königsbrunn Dojo), Sensei Manfred Birling (5. Dan, Bobingen Dojo), Sensei Massimiliano Fazio (4. Dan, Dojo München), Sensei Christian Pyka (5. Dan, Schwabmünchen Dojo) sowie Sensei Jörg Rackwitz (3. Dan, Dojo Berlin) reisten für das Trainings-Wochenende am Freitagabend an. Erfreulicherweise konnten uns auch unsere italienischen Freunde von der Erba Branch (Como / Italien) mit 5 Kenshi, darunter Sensei Max Gaffuri (3. Dan), mit ihrer Anwesenheit erfreuen.

Training und Unterricht

Nach einem kurzen, freien Training, hatten die Kenshi den Freitagabend noch zur freien Verfügung und nutzten diesen für gemütliche Stunden.
Getreu dem Motto „Morgenstund´ hat Gold im Mund“, begann das Training am Samstag und Sonntag jeweils um 9 Uhr. Die Müdigkeit stand einigen Kenshi ins Gesicht geschrieben, daher sorgten Ralph Sittig (3.Dan, Königsbrunn Branch) und Julian Viehmann (1.Dan, Schwabmünchen Branch) für ein schweißtreibendes Aufwärmtraining. Im Anschluss wurden die teilnehmenden Kenshi den Graduierungen entsprechend aufgeteilt und von hochrangigen Sensei (4. bis 7. Dan) unterrichtet.
Der Schwerpunkt an beiden Tagen lag auf verschiedenen Schlag- und Stoßtechniken, sowie Hebel- und Wurftechniken, Randori (Freikampf) und Embu (Wettkampfform/Paarform). Da Shorinji Kempo ein ganzheitliches Ausbildungssystem darstellt, spielt der Grundsatz Ken Zen Ichinyo (Die Einheit von Körper und Geist) ebenfalls eine große Rolle. Aus diesem Grund werden im Training auch Themen aus der Philosophie der japanischen Kampfkunst unterrichtet. Das Thema, welches Sensei Manfred Birling (Leiter Shorinji Kempo Bobingen) präsentierte, hieß "Sen" (Strategie und Taktik im Kampf).

Am Samstag Vormittag gab es zum Schrecken aller Sportler plötzlich Feuer-Alarm.
Nachdem alle Kämpfer die Turnhalle verlassen hatten und ins Freie geeilt waren, stellte sich zum Glück heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Die schnell herbei geeilte Feuerwehr konnte die Trainingspause schon nach wenigen Minuten beenden die Teilnehmer am Trainingslager konnten weiter schwitzen.


Embu Meisterschaft wirft ihre Schatten voraus

Embu ist die einzige Wettkampfform im Shorinji Kempo, bei der die Effektivität, die Klarheit der einzelnen Techniken, sowie die Zusammenarbeit beider Kämpfenden bewertet werden. Für viele Teilnehmer am Trainingslager gibt es bereits am 24. Juni ein Wiedersehen. Dann dürfen nämlich die Kämpfer Ihr Können bei der nächsten Embu Meisterschaft in Augsburg unter Beweis stellen.
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