Raiffeisenbank Augsburger Land West berichtet über positive Zahlen

Vorstand Hermann Scherer berichtet über die Entwicklung der Bank
 
Vorstand Hermann Scherer (links), Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Walter Michale (2.v.l.) und Vorstand Karl Rau (rechts) zeichnen langjährige Mitglieder mit einer Ehrenurkunde aus.
Zusmarshausen: Zusmarshausen |

Wachstum trotz schwierigem Umfeld

Trotz angespannten Rahmenbedingungen und schwierigen Zeiten für die Banken haben die Vorstände der Raiffeisenbank Augsburger Land West, Karl Rau und Hermann Scherer, über eine weiterhin gute Entwicklung der Bank bei der Generalversammlung berichtet. Karl Rau erläuterte den Mitgliedern im vollbesetzten Demharter-Saal in Wörleschwang die wichtigsten Bilanzzahlen.
Das ausgereichte Kundenkreditvolumen hat sich um 3,3 Prozent auf 334 Millionen Euro ausgeweitet, wobei noch genügend Spielraum vorhanden ist, um die Finanzierungswünsche der Kunden erfüllen zu können. Nach wie vor sparen die Kunden in der Region fleißig, das Einlagevolumen erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 568 Millionen Euro. Fast die Hälfte dieser Einlagen (267 Millionen) parken die Kunden jedoch auf täglich verfügbaren Konten, was die Anlagepolitik der Bank in der Niedrigzinsphase nicht gerade einfach gestaltet. „Wenn wir für kurzfristige Geldanlagen Minuszinsen zahlen und für eine 10-jährige Bundesanleihe 0,5 Prozent Zins erhalten, womit sollen wir noch Geld verdienen?“ so der Vorstand. Dieser Entwicklung kann sich die Bank nicht versperren und sieht sich gezwungen, diese Negativzinsen bei großen Einlagen von Kommunen und Gewerbekunden weiterzugeben.
Das gesamte von der Bank betreute Kundenvolumen, also die eigenen Einlagen und Ausleihungen inklusive der zugehörigen Verbundunternehmen, erhöhte sich um 3,0 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro. Erfreulich ist auch die konstant steigende Zahl der Mitglieder, die sich im Vorjahr um 363 auf nunmehr 17.568 erhöhte. Mit einem Eigenkapital von 47,1 Millionen Euro kann die Genossenschaft beruhigt in die Zukunft blicken. Weiter weist die Bank im Jahresabschluss eine um 2,6 Prozent gewachsene Bilanzsumme und einen Bilanzgewinn von 722.721 Euro aus. Kosteneinsparungen entstanden unter anderem durch die bereits im vergangenen Jahr angekündigte Kooperation mit der benachbarten Raiffeisenbank Aschberg.
Die Mitglieder profitieren durch eine Dividende von 0,5 Prozent sowie das bankeigene Mitglieder-Bonus-Modell. Durch weitere Kostenvergünstigungen in der Kontoführung flössen insgesamt 410.000 Euro an die Teilhaber zurück, was einer durchschnittlichen Rendite der Geschäftsguthaben von 6,3 Prozent entspreche.
Hermann Scherer berichtete über die allgemeine Entwicklung der Bank im Zusammenhang mit der Finanzwirtschaft, der Politik und dem schwierigen Umfeld für die Bankenlandschaft. Handelskonflikte wie zwischen Amerika und China, politische Risiken und der ungelöste BREXIT machen den Kapitalmarkt unberechenbar und führen zu großen Herausforderungen. „Wer ein Ende der Niedrigzinsphase erwartet hatte, muss wohl noch länger warten, denn das jetzige System verkraftet keinen Zinsanstieg“, vermutet der Vorstand. Die Leidtragenden sind wir alle gemeinsam.
Hohe gesetzliche Auflagen und überzogene Vorschriften des Verbraucherschutzes verursachen zusätzliche Kosten. Veränderungen in der Filialpolitik sind deshalb in der Zukunft unvermeidbar. Die Geschäftsstellen in Wörleschwang und Bonstetten schließen Mitte des Jahres, die Filiale in Ustersbach bleibt noch an drei Tagen für die Kunden geöffnet. Trotz dieser Maßnahmen verfügt die Bank über das größte Filialnetz in der Region und beweist damit nachhaltig die Nähe zu ihren Mitgliedern. Ein Gewerbesteueraufkommen von 745.000 Euro und ein Spendenvolumen in Höhe von 79.000 Euro verdeutlichen die Bedeutung und das soziale Engagement der Genossenschaft in der Region.
Bei den erforderlichen Wahlen zum Aufsichtsrat wurde der Vorsitzende Dr. Walter Michale aus Horgau und Helmut Walter aus Gessertshausen wiedergewählt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.