125 Jahre Chorgesang in Zusmarshausen

Die Chorgemeinschaft und MixDur brachten auch zum Festakt einen kleinen Auszug aus ihrem vielseitigen Programm
 
In ihrer Rede bedankte sich Elisabeth Thumann (1. Vorsitzende der Chorgemein-schaft Zusmarshausen) für die großartige Arbeit und ernennt ihn in Anerkennung seiner vielfältigen Verdienste für die Chorgemeinschaft zum Ehrenvorsitzenden. „Walter Aumann hat eine solide finanzielle Basis für den Chor geschaffen.“ Foto: Waltraud Leutenmayr

Festakt zum Jubiläum

 



 

Zum Jubiläum hatte die Chorgemeinschaft Zusmarshausen zu einem Festakt eingeladen. Trotz ihres Alters von 125 Jahren ist die Chorgemeinschaft heute beliebter denn je.
Die Feier am 7.10. begann am Nachmittag mit einem Sektempfang. Jede Menge Prominenz war in den gut gefüllten Festsaal St. Albert gekommen, darunter Jürgen Schwarz, Präsident des Chorverbands Bayerisch-Schwaben (CBS), Bürgermeister Bernhard Uhl, Pater Philip sowie der stellvertretende Landrat Heinz Liebert. Der Augsburger Sängerkreis war vertreten mit Vizepräsidentin Brigitte von Kirschbaum, Vizepräsident Walter Aumann, Kreischorleiter Herbert Deininger und Ehrenpräsident Kurt Schnürch. Viele Redner sprachen dem Verein Glückwünsche und ihre Anerkennung für dessen kulturelles Engagement aus, welches auch durch die im April dieses Jahres verliehene Zelter-Plakette für 100 Jahre kontinuierliches Wirken im Dienste der Laienmusik bestätigt wurde.
Die Feierstunde wurde vom gemischten Chor und dem Ensemble MixDur umrahmt. Die ausgewählten Lieder unterstrichen den feierlichen Rahmen des Festaktes und gaben ihm eine ganz besondere Note.
Als musikalischer Einsteiger war das Lied „Heast es net, wia di Zeit vergeht“ geradezu prädestiniert. Ja, viel Zeit ist vergangen und viele Veränderungen gab es in all den Jahren.
„Die Stimme ist das Instrument, das uns schon bei der Geburt mitgegeben wird“, sagte Jürgen Schwarz und betonte, dass ein „Chor nichts Verstaubtes ist.“ In seiner Laudatio erinnerte er an die Entstehungsgeschichte des Chors. Als am 12. Januar 1893 bei der Marktverwaltung Zusmarshausen ein Männergesangverein mit dem Namen „Frohsinn“ angemeldet wurde, konnte niemand ahnen, dass der Chor auch 125 Jahre später noch existieren wird. Nach der Wiedergründung 1953 als Männerchor durften Damen, so steht’s auch in der Chronik, erst ab 1956 und auch nur zu besonderen Anlässen mitsingen. 1976 waren 24 Damen und 23 Herren zu einer ersten Probe eines gemischten Chors erschienen. Apropos Probe: Schon damals gab es heftige Rügen, wenn jemand den Proben ferngeblieben war.
Heute sind es vor allem die Sängerinnen, die den Ton angeben. Aber die acht Männer, die der Chorgemeinschaft angehören, fühlen sich bei den 24 Frauen pudelwohl, sagen sie.

Dass der Chor über die Region hinaus beliebt ist, liegt nicht nur an den motivierten Sängerinnen und Sängern, sondern auch an Hans Mayer, der 2009 die Leitung übernommen hat. Ihm ist es gelungen, die Chorgemeinschaft sowie das Ensemble „MixDur“ auf ein qualitativ hohes Niveau zu bringen. Das Geheimnis des Erfolgs liegt sicher auch an den Stilrichtungen von Klassik bis hin zu modernen Arrangements, die inzwischen auch junges Publikum zu den Konzerten anlockt. Und auch der Chor selbst besticht mit jungen Mitgliedern.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt:
Rosemarie Christ und Annemarie Weierst (passive Mitglieder), Erwin Christ und Wolfhart Weller (aktive Mitglieder)

Besondere Ehrung für Walter Aumann
Im Rahmen des Festaktes wurde Walter Aumann für seine Verdienste für den Chor und seine langjährige Zugehörigkeit besonders geehrt.
Am 2. Juli 1976 ist Aumann als aktiver Sänger dem gemischten Chor beigetreten. Bereits in der ersten Mitgliederversammlung wurde er zum zweiten Vorsitzenden und 1998 zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die vielen Gemeinschaftsveranstaltungen mit anderen Chören aus der Gemeinde und Umgebung setzte er in all den Jahren fort, knüpfte immer wieder neue Verbindungen und Freundschaft sogar ins benachbarte Aus-land Italien. Während seiner Amtszeit als Vorstand musste er sich auf drei neue Chorleiter einstellen. Das war nicht einfach. Oftmals musste er mit Diplomatie versuchen, das Verhältnis zwischen den Sängerinnen und Sängern und Chorleiter zu harmonisieren. Ein besonderes Anliegen war Walter Aumann vor allem die Jugendarbeit.
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