Ehrgeiziges Elektroauto-Projekt an der A8: Zugangstor zur Zusmarshauser Zukunft

"Zugangstor nach Zusmarshausen": Bürgermeister Bernhard Uhl ist überzeugt vom neuen Innovationspark an der Autobahn A 8. Grafik: oh


Der Elektromobilität widmet sich ein Innovationspark, der an der Autobahn A 8 entstehen soll. Dort haben sich der Markt Zusmarshausen und die Sortimo Gruppe mit dem Elektromobilitätskonzeptentwickler E-Loaded zusammengeschlossen. Entstehen wird ein Zentrum mit Ladestationen für E-Autos, Erholungsflächen, Konferenz- und Schulungsräumen sowie dem Lokal "Kaffeewürfel". Das ehrgeizige Ziel: "Modellregion - Elektromobilität und nachhaltige Orts- und Stadtentwicklung" werden.

Am Standort des zukünftigen "Sortimo Innovationspark Zusmarshausen", gegenüber des bestehenden Firmensitzes, sollen sowohl Umwelt- wie auch soziale und wirtschaftliche Gesichtspunkte auf kommunaler und privatwirtschaftlicher Seite Berücksichtigung finden. "Städte und Kommunen spielen im Zuge ihrer Stadt- und Ortsentwicklung bereits jetzt eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Elektromobilität", erklären die Macher des Parks die ungewöhnliche Zusammenarbeit.

"Deutschlandweite Vorreiterrolle"

Man wolle den Verkehrssektor energieeffizienter, klima- und umweltverträglicher gestalten. Regionale Energieerzeugung und -verteilung, Naherholungskonzepte und Freiraumgestaltung, sowie neue Formen des mobilen Arbeitens und Einkaufens seien nur einige Gesichtspunkte. Eine "deutschlandweite Vorreiterrolle" solle Zusmarshausen so zuteil werden, einen "Player der Zeit" nannte Bürgermeister Bernhard Uhl die Marktgemeinde gar.

Zunächst muss der Park aber erst einmal errichtet werden. Während im ersten Bauabschnitt ab 2017 die ersten zwölf Schnellladepunkte für Elektroautos und bis zu 40 Mittelschnellladepunkte zusammen mit der Gastronomie-, Arbeits- und Erholungsinfrastruktur geschaffen werden, folgen in einem nächsten Schritt die Errichtung des Innovations- und Entwicklungszentrums, sowie bei Bedarf weitere Ladestellen. Diese sind mit den Autos vernetzt. "Die Ladestation weiß vorher schon, welches Fahrzeug mit welchem Ladestrom zu welcher Zeit zu ihr kommt und welchen Stecker es benötigt", schwärmt Bürgermeister Bernhard Uhl. In der "ansprechenden und naturverbundenen Atmosphäre" wolle man das Aufladen eines Elektro-Fahrzeuges zum Erlebnis machen, betont er.

Zusmarshausen bekomme durch "den modernen Baukomplex ein Zugangstor, ein weiteres vielversprechendes Gesicht, ein weiteres Aushängeschild, einen Anziehungspunkt für Elektromobilität". Es werde freilich eine wuchtige Veränderung am Ortseingang geben, sagte Uhl, doch der Park solle der Gemeinde Stabilität für die Zukunft geben, nutze sie dadurch doch ihre Stellung als Verkehrsknotenpunkt mit zwei Staatsstraßen und einem Anschluss an die A 8.

Das Grundstück, auf dem der Park entsteht, ist bisher eine landwirtschaftliche Fläche. Am Donnerstag hatte der Marktgemeinderat die Verwaltung und den Bürgermeister beauftragt, die Bauleitplanung zu beginnen - das heißt unter anderem auch rechtlich ein Gewerbegebiet möglich zu machen. Die Kommune müsse zudem die nötige Infrastruktur herstellen. "Bereits beim Bau des Schwarzbräu-Kreisels wurde eine fünfte Ausfahrt eingeplant, die jetzt den Innovationspark erschließen kann", erläuterte Uhl, der Sortimo-Firmensitz soll durch einen Tunnel unter der Staatsstraße mit dem Neubau verbunden werden.

Die Roth solle zudem an dieser Stelle renaturiert und naturnah gestaltet werden. Am Ufer sollen Aufenthaltsbereiche gestaltet sowie Retentionsflächen geschaffen werden. Das sind Flächen, die im Falle eines Hochwasserabflusses als Überflutungsfläche genutzt werden können. So wolle man weitere Areale an der Roth für andere Entwicklungen zu generieren.

Uhl rechne trotz der behördlichen Schritte, die die Gemeinde noch zu gehen hat, fest mit einem Baubeginn noch in diesem Jahr. (lib)
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